HUDE - Mit einem weinenden und einem lachenden Auge konnte die HSG Hude/Falkenburg die Heimfahrt vom Auswärtsspiel beim TSV Owschlag antreten. Der Ärger über die hohe 26:42 (15:19)-Pleite beim Tabellenzweiten verflog schnell, denn nach der Niederlage des Berliner TSV beim VfL Bad Schwartau (22:24) sind auch die letzten Zweifel, dass die HSG-Frauen auch in der nächsten Saison in der dritten Handball-Liga spielen werden, aus dem Weg geräumt.
„Das Ergebnis war ein bisschen zu hoch, aber das kann einmal passieren“, wollte HSG-Coach Werner Rohlfs die Schlappe in Owschlag nicht überbewerten. Seine Mannschaft hatte zuvor die Pflicht erfüllt und gegen drei Abstiegskandidaten jeweils gewonnen und damit den Grundstein für den Klassenerhalt geschaffen. „Die Niederlage in Owschlag war kein Beinbruch“, hakte Rohlfs die Schlappe schnell ab. Seine Mission in Hude setzt der in Bremen lebende Handball-Lehrer auch in der nächsten Saison fort, wie HSG-Vorsitzender Werner Lingenau gegenüber derNWZ
bestätigte: „Werner Rohlfs wird weiter unser Trainer sein, das haben wir per Handschlag besiegelt.“ Bekannt wurde derweil auch, dass Linksaußen Jessica Galle, die am Saisonende aus Studiengründen nach Hamburg umziehen und die HSG daher verlassen wird, in der Spielzeit 2011/2012 für den Drittligisten VfL Stade spielen wird.In der Anfangsphase hatte die HSG die Partie noch offen gestaltet. Nach einer 3:2-Führung geriet das Team mit 7:8 und 9:11 in Rückstand, blieb aber dran. Erst nach dem 11:17 wurde es deutlicher. Owschlag hatte das Tempo angezogen, aber zur Pause war Hude/Falkenburg wieder dran – 15:19.
Auch in der Anfangsphase des zweiten Durchgangs ließen sich die Gäste nicht abschütteln und hatten beim 21:25 noch eine kleine Chance auf die Wende. Die Hoffnungen auf eine Überraschung schwanden aber wenig später, denn aus einem 30:22 und 31:24 machte Owschlag mit einer Elf-Tore-Serie ein 42:24. „Damit war das Spiel natürlich gelaufen“, so Rohlfs.
Ohne die verletzte Anja Mühlbach (Schulterprobleme) ging der HSG in den Schlussminuten sichtlich die Puste aus. Merle Osterthun war mit fünf Treffern die besten Huder Schützin. Inke Meyerholz, Nele Osterthun sowie Jessica Galle kamen jeweils auf vier Tore.
„Es sah erst ganz gut aus, aber Owschlag hat zwischenzeitlich seine Stärken ausgespielt und uns mit schnellen Pässen und Gegenstößen aus dem Konzept gebracht“, sagte Rohlfs. Er hofft, „dass die Fehler im Derby gegen VfL Oldenburg II in einer Woche abgestellt werden“. Die Begegnung gegen den Spitzenreiter steigt am 10. April in der Halle am Huder Bach.
HSG Hude/Falkenburg:
Jacobi, Woltjen – Michaela Cordes 1, Galle 4, Gärtner 2, Meyerholz 1, Merle Osterthun 5/1, Nele Osterthun 4, Zetzmann 2, von Freeden 3.Siebenmeter: Owschlag 1/1, Hude/Falkenburg 3/1; Zeitstrafen: Owschlag 1, Hude/Falkenburg 2.
Schiedsrichter: Baumann/Winkhoff (Berlin).
