HUDE - Das Hinspiel ließ sich überaus gut an: Nach furiosen ersten 13 Minuten führten die Drittliga-Handballerinnen der HSG Hude/Falkenburg mit 7:2 im Heimspiel gegen den bis dahin noch ungeschlagenen Tabellenführer TSV Owschlag. Doch aus der sich anbahnenden Überraschung wurde nichts – die Gäste bekamen das Spiel unter Kontrolle und siegten am Ende deutlich mit 28:20.
„Von diesem Zeitpunkt an haben die uns überrannt“, sagt HSG-Trainer Werner Rohlfs, dem die Bilder der Partie im November auch noch vor dem Rückspiel an diesem Sonnabend ab 17 Uhr in Owschlag, im Gedächtnis hängen. Vor allem mit der Umstellung des TSV auf eine offensive Abwehr sei seine Mannschaft überhaupt nicht zurechtgekommen, erinnert sich der Coach. Ein ähnliches Deckungsverhalten der Owschlager erwartet Rohlfs auch an diesem Sonnabend, wenn die HSG, momentan auf dem sechsten Platz notiert, beim Tabellenzweiten aus Schleswig-Holstein antritt.
„Der TSV ist ein sehr starkes Team, das vor allem im schnellen Gegenstoß und mit der zweiten Welle gefährlich ist“, zollt Rohlfs den Gastgeberinnen, die bisher erst fünf Minuspunkte aufzuweisen haben, seinen Respekt. Für seine Mannschaft müsse es darauf ankommen, möglichst schnell ins Spiel zu finden, um den Gegner so gar nicht erst ins Rollen kommen zu lassen.
Die Voraussetzungen dafür, dass es diesmal – anders als im Hinspiel – mit einer Überraschung klappen könnte, sind indes gar nicht einmal so schlecht. Zum einen kann Rohlfs auf seinen kompletten Kader zurückgreifen, zum anderen präsentiert sich seine Mannschaft bereits seit Wochen in außerordentlich stabiler Verfassung. Sechs Siege im Jahr 2011 zeugen davon, dass sich die HSG mittlerweile gefunden hat und für jeden Gegner schwer zu schlagen ist. Diese Erfahrung musste zuletzt auch der Tabellenfünfte Rostocker HC machen, der gegen Hude/Falkenburg nicht über ein 27:27 in eigener Halle hinauskam.
„Die Laufwege passen jetzt besser“, erklärt Rohlfs, der für Owschlag nur ein Ziel ausgibt: „Wir wollen uns besser verkaufen, als im Hinspiel.“
