HUDE - Das Wunder von Hude blieb aus: Eine Dreiviertelstunde lang hat sich die HSG Hude/Falkenburg sehr tapfer gegen den drohenden Abstieg aus der Handball-Regionalliga gewährt. Für die kompletten 60 Spielminuten reichte die Kraft gegen die HSG Hattorf/Schwiegershausen nicht, folglich entführten die Gäste beim 26:30 (14:10) beide Zähler. Gute gekämpft, aber dennoch abgestiegen – für die Hude/Falkenburg waren die Drittliga-Lichter gestern um genau 17.59 Uhr erloschen.

„Wir wussten, wie schwer es wird. Nun ist es leider passiert, dass unser Abstieg besiegelt ist“, sagte HSG-Trainerin Inge Breithaupt. Warum und weshalb ihr Team die Partie allerdings noch aus den Händen gab, wusste sie selbst nicht genau. „Die Mannschaft war sehr gut eingestellt. In der ersten Hälfte haben wir alles richtig gemacht“, so Breithaupt. Erst als die Gäste die Torhüterin wechselte, sei der fatale Bruch ins Spiel gekommen: „Es lief plötzlich nichts mehr, vorne gingen viele Würfe nicht mehr ins Tor, da haben wir ganz schwach geworfen. Es war wir ein Schalter, der da umgelegt wurde. Hattorf war in der Endphase gedanklich schneller und hatte dann auch leichtes Spiel.“

Der Tabellenletzte legte los wie die Feuerwehr. Immer wieder trieb Simone Winkler ihre Mitspielerinnen an und drückte auch selbst ziemlich auf die Tube. Nach 15 Minuten lag Hude/Falkenburg mit 8:3 vorn, die Hälfte der Treffer bis dato markierte die enorm agile Winkler. Zwar konnte die HSG den Power-Handball nicht durchgehend zelebrieren, aber zur Pause stand eine hochverdiente 14:10-Führung zu Buche.

Kurz vor der Halbzeit hatte Hattorfs Trainer Frank Mai die Torfrau gewechselt, mit der korpulenten Bianca Gloth hatte Hude/Falkenburg viel mehr Probleme. Das zeigte sich auch nach Wiederbeginn. Bis zur 44. Minute sah die Welt für die mit dem Rücken zur Wand stehenden Gastgeberinnen gut aus, aber die quirlige und junge Truppe aus Hattorf spielte seine Schnelligkeit immer häufiger aus. Das Schlusslicht hatte dem Tempo nichts mehr entgegenzusetzen, fabrizierte stattdessen viele technische Fehler und verlor.

„Unser Gegner war in der zweiten Hälfte erheblich besser und hat verdient gewonnen“, sagte HSG-Vorsitzender Werner Lingenau. Trotz des sicheren Abstiegs nach einjähriger Liga-Zugehörigkeit hielt sich die Trauer auf dem Parkett in Grenzen. „Klar haben wir noch an unsere Chance geglaubt. Und wir wollten auch unbedingt gewinnen, aber es hat eben nicht gereicht“, so Breithaupt.