HUDE - Da war nichts zu holen: Die Drittliga-Handballerinnen der HSG Hude/Falkenburg boten am Sonnabend zwar keine schlechte Leistung, aber beim noch ungeschlagenen Spitzenreiter Füchse Berlin war der Tabellenvorletzte letztlich chancenlos. Beim 17:37 (11:18) brachen in der zweiten Hälfte alle Dämme.
In der Sporthalle Charlottenburg ging der krasse Außenseiter aus Hude gegen den Zweitliga-Absteiger ohne jeden Respekt zu Werke und spielte frech drauf los. Der verdiente Lohn war eine schnelle 4:1-Führung. „Das sah eingangs recht gut aus, was wir gespielt haben“, erkannte HSG-Trainer Werner Rohlfs. Die Freude über den Vorsprung war allerdings nicht von langer Dauer, denn die Berlinerinnen reagierten und stellten auf eine 6:0-Deckung um. „Da war die Abwehrreihe noch dichter und wir kamen kaum noch durch“, so Rohlfs. Als die Füchse durch einen 5:0-Lauf mit 11:7 nach 20 Minuten vorn lagen, meldete sich Hude/Falkenburg nicht mehr zurück und sah sich zur Pause einem 11:18-Rückstand gegenüber.
Zu Beginn des zweiten Abschnitts machte der Favorit richtig Dampf, erzielte viele Tore per Gegenstoß sowie nach guten Kombinationen. Dass die Niederlage des Abstiegsanwärters mit 20 Treffern noch ziemlich deftig ausfiel, musste im Vorfeld einkalkuliert werden. Auch im weiteren Verlauf der Serie wird es für die HSG bei der ständigen Personalnot schwer, noch die nötigen Zähler für den Klassenerhalt einzufahren. Beste Werferin der HSG war Janna Müller mit acht Toren. Mareike Zetzmann und Anja Mühlbach verbuchten jeweils drei Treffer. Für das Landkreis-Team steht als nächstes ein spielfreies Wochenende an, ehe es mit dem Derby gegen Werder Bremen in eigener Halle weitergeht.
Auf seiner Internetseite vermeldete der Spitzenreiter den Erfolg gegen die HSG unter dem Titel „Spreefüxxe besiegen Falken aus Hude“.
HSG Hude/Falkenburg:
Woltjen, Jacobi (ab 38.) – Görzel, Borchert 1, Zetzmann 3, Mühlbach 3, Bohlken 1, von Freeden, Müller 8/3, Cordes 1.Siebenmeter: Berlin 6/3, HSG 4/3.
Zeitstrafen: Berlin 3, HSG 3.
Schiedsrichter: Albrecht/Barth (Radeberg/Kamenz).
