Hude - Eine beinahe makellose Leistung hat die HSG Hude/Falkenburg an die Tabellenspitze der Handball-Oberliga der Frauen befördert. Gegen den TV Cloppenburg glänzte der neue Spitzenreiter am Sonntagnachmittag und gewann in Hude hochverdient mit 31:21 (17:11). Aus einer starken Mannschaft ragte Torhüterin Mareen Rump hervor. Mit zwölf Paraden, darunter ein Siebenmeter, hatte sie großen Anteil am klaren Erfolg.

„Phasenweise war ich sehr zufrieden. Es wurde alles umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten“, sagte Hudes Trainer Timo Stein. Erstmals konnte er auch auf die A-Jugendliche Lena Seidel zurückgreifen. Die mit einem Doppelspielrecht ausgestattete Nachwuchshoffnung von der TSG Hatten-Sandkrug steuerte gleich bei ihrer Premiere für ihren neuen Verein einen Treffer bei. Als sie in der 47. Minute das 25:14 markierte, war die Partie spätestens entschieden. „Lenas Strahlen nach ihrem schönen Tor war in der ganzen Halle zu sehen“, freute sich auch Stein für die junge Linksaußen-Spielerin.

Lisa-Marie Busse, Mareike Zetzmann und wiederum Busse stellten zu Beginn das 3:0 (6.) für die HSG her. Cloppenburg lief sich immer wieder in der sattelfesten Huder Hintermannschaft fest und scheiterte zudem reihenweise an der überragenden Rump. Sie war es auch, die kurz vor der Halbzeitpause einen abgefangenen Ball quer über das ganze Spielfeld punktgenau auf die enteilte Ashley Butler warf – die US-Nationalspielerin schloss den Tempogegenstoß mit dem Tor zum 16:9 ab.

Cloppenburg versuchte es nach Wiederbeginn mit verschiedenen taktischen Mitteln, um die HSG irgendwie aus dem Konzept zu bringen. Aber auch die Manndeckung gegen Mareike Zetzmann und später Jessica Galle blieben wirkungslos. Beste Torschützin war Galle mit neun Toren.

Die blutige Gesichtsverletzung der Cloppenburgerin Swetlana Lengutin passte indes so überhaupt nicht in die Begegnung. Bei einem Zweikampf am Kreis löste sich die ballführende Katharina Stuffel und traf ihre Gegenspielerin mit dem Ellenbogen unabsichtlich im Nasenbereich. Die Unparteiischen werteten die Aktion jedoch als grob unsportlich und zeigten der Huderin die Rote Karte. „Das war etwas überzogen“, so Stein.