Hude - Aus personeller Sicht waren die Vorzeichen sowieso schon einmal mehr in dieser Saison alles andere als berauschend gewesen. Somit kam es am Samstag auch nicht so wirklich überraschend, dass die Handballerinnen der HSG Hude/Falkenburg das Final-Four-Turnier im Verbandspokalwettbewerb in Peine hinter Hannoverscher SC, Gastgeber MTV Peine sowie SG Friedrichsfehn/Petersfehn auf Platz vier beendeten.
Im Halbfinale musste der Tabellenachte der Oberliga Nordsee gegen den aktuellen Spitzenreiter aus Hannover ran. „Wir wollen alles in diese Partie reinschmeißen“, hatte HSG-Trainer Dean Schmidt vor der Partie angekündigt. Doch in der zweimal 20-minütigen Spielzeit musste seine Mannschaft schnell einsehen, dass sie gegen den Favoriten nichts holen würde. So wurde die HSG gerade in der Anfangsphase förmlich überrannt: 16 Minuten und 33 Sekunden blieben die Huderinnen ohne Torerfolg. Hannover hatte in dieser Phase bereits zehn Mal getroffen und lag somit schnell vorentscheidend mit 10:0 in Führung. „Wir waren wie gelähmt, es lief gar nichts zusammen. Das war unterirdisch“, berichtete der HSG-Trainer enttäuscht. Immerhin konnten Mareike Zetzmann und Ashley Butler noch zwei Tore bis zum 2:11-Halbzeitstand erzielen.
Auch im zweiten Abschnitt änderte sich an der Dominanz der Hannoveranerinnen nicht viel, auch wenn Hude/Falkenburg nun fünf Treffer warf. „Hannover hat wirklich gut gespielt“, meinte Schmidt.
Somit musste die HSG im Spiel um Platz drei gegen den Ligarivalen SG Friedrichsfehn/Petersfehn antreten. Die Ammerländerinnen hatten ihr Halbfinale gegen Peine ebenfalls klar mit 14:22 verloren. In einer lange ausgeglichenen Partie erwischte die SG angesichts einer 4:1-Führung (7. Minute) den besseren Start. Doch diesmal wehrte sich Hude und konnte mit fünf Toren in Folge das Blatt wenden (6:4/17.). Doch anschließend war der Gegner wieder dreimal dran und ging mit einem knappen Vorsprung in die Pause. Nach dem Seitenwechsel blieb es zunächst ein Duell auf Augenhöhe, bis zum 13:13 (Sarah Seidel per Siebenmeter/33.) konnte Hude/Falkenburg immer wieder ausgleichen. „Danach haben wir aber einige blöde Angriffe gespielt und sind aufgrund einer Zeitstrafe auch noch in Unterzahl geraten. Das hat Friedrichsfehn eiskalt ausgenutzt“, resümierte Schmidt die Schlussphase und fügte hinzu: „Das war ein gebrauchter Tag, keine unsere Spielerinnen hat ihre Normalform erreicht.“
