Hude - Am 25. Oktober vergangenen Jahres kassierten die Handballerinnen der HSG Hude/Falkenburg ihre bislang einzige Niederlage dieser Saison. Der Oberligist verlor bei den SFN Vechta mit 23:33. Danach fuhren die Huderinnen aller Personalprobleme zum Trotz zwölf Siege in Folge ein, so dass sie immer noch auf dem zweiten Tabellenplatz stehen. Vechta ließ zwischenzeitlich in Dinklage zwei Punkte liegen, so dass es nun an diesem Sonntag (16.30 Uhr) in der neuen Ganderkeseer Sporthalle Am Steinacker zum Gipfeltreffen kommt, wenn die HSG den einen Punkt besseren Tabellenführer aus Vechta empfängt.

„Natürlich ist es ein besonderes Spiel“, weiß HSG-Trainer Werner Rohlfs. Auch wenn sein Team im wohl wichtigsten Saisonspiel weiterhin ohne das Langzeitverletzten-Quartett Franziska Bohlken, Karen Tapkenhinrichs, Frauke von Freeden und Nadja Albes auskommen muss, herrsche „kein ungutes Gefühl“. Im Gegenteil: „Wir wollen ein gutes Spiel abliefern und zeigen, dass wir zurecht ganz oben mitmischen“, sagt Rohlfs.

Im Hinspiel gelang dies seiner Mannschaft nicht so gut, denn bei der klaren Auswärtspleite zeigte Vechta den Huderinnen die Grenzen auf. „Da mussten wir aufgrund von zwei doppelten Zeitstrafen gegen unsere Spielerinnen schon frühzeitig die Abwehr umstellen“, erinnert sich der HSG-Coach. Auch die Angriffsleistung sei in der zweiten Halbzeit konzeptlos gewesen. „Das darf sich nicht noch einmal wiederholen.“

Führungsspielerin des Tabellenführers ist Elisabeth Haskamp, deren starken Leistungen kürzlich mit der Wahl zur Sportlerin des Jahres im Oldenburger Münsterland honoriert wurden. „Vechta ist aber auf allen Positionen stark besetzt“, warnt Rohlfs davor, das Augenmerk ausschließlich auf Haskamp zu legen. Außerdem mache der Gegner viel Tempo über direkte Gegenstöße oder die schnelle Mitte. „Deswegen müssen wir unsere Angriffe konzentriert abschließen und die technischen Fehler reduzieren, um vom Tempospiel des Gegners nicht überrollt zu werden.

Um seinen Kader etwas breiter aufzustellen, will der HSG-Trainer mit Anke Witte und Simone Winkler zwei weitere Spielerinnen auf die Bank setzen. „Wir müssen uns auf ein laufintensives Spiel einstellen. Deswegen ist es wichtig, dass wir auch mal wechseln können“, so Rohlfs, der natürlich damit liebäugelt, dass es im Fall eines Heimsiegs auch einen Wechsel an der Tabellenspitze gibt...

Michael Hiller
Michael Hiller Redaktion Wildeshausen (Lokalsport)