HUDE - In der Dritten Liga ist kein Team mehr sieglos. Das ist das Ergebnis eines für die Drittliga-Handballerinnen der HSG Hude/Falkenburg verkorksten Nachmittags. In der Halle Am Huder Bach verloren sie am Sonntag gegen den SC Alstertal-Langenhorn mit 20:26 (10:13). Verdient. „Man muss neidlos anerkennen, dass der SC die bessere Mannschaft war, weil wir in den entscheidenden Situationen verworfen haben“, sagte HSG-Trainer Werner Rohlfs. Sein Team ist mit nun 4:16 Punkten Vorletzter. Es weist zwei Zähler mehr auf als der SCAL.
Die Entscheidung fiel letztlich zwischen der 21. und der 26. Minute. Die Spielerinnen beider Teams waren zu Beginn der Partie sehr nervös, produzierten vor allem im Angriff Fehler über Fehler. Es schien dann allerdings, als wäre es die HSG, die ihre Nerven und so das Geschehen unter Kontrolle bekommt. Gestützt auf die ganz starke Leistung ihrer Torhüterin Hiske Jacobi machte sie aus einem 4:4 (11.) einen 7:4-Vorsprung.
SCAL-Trainer Uwe Rakowski reagierte (22.). Er stellte seine 5:1-Abwehr auf die 4:2-Formation um. Eine der beiden Vorgezogenen nahm HSG-Rückraumspielerin Mareike Zetzmann in enge Deckung, die andere störte offensiv den Spielaufbau der HSG. Das zeigte Wirkung. Innerhalb von nicht einmal 90 Sekunden verlor die HSG in der Offensive dreimal den Ball – 7:7 (23.). Weitere dreieinhalb Minuten später lagen die Gäste sogar mit 12:8 in Führung. „Vorne war der Ball nach fünf Sekunden weg. So haben wir den Gegner aufgebaut. Er hatte einen Lauf, es klappte alles. Und wir waren verunsichert“, beschrieb Rohlfs die Folgen der Phase, von der sich die HSG nicht mehr erholte.
Vor allem dank Jacobi, die in der ersten Halbzeit elf Würfe, darunter ein Siebenmeter, parierte, bestand zur Pause noch Hoffnung (10:13). Die Torhüterin hielt weiter gut, hatte schließlich 20 Paraden auf ihrem Konto.
Die Hoffnung wuchs sogar noch einmal. Fanziska Bohlken erzielte das 12:13 (35.). Doch wieder reagierte Rakowski. Er stellte seine Abwehr wieder auf das 5:1-System um, ließ Zetzmann aber weiter aus dem Spiel nehmen. Mit kompromissloser Abwehrarbeit kauften die Gäste der HSG den Schneid wieder ab. Deren Trefferquote sank, und die Fehlerquote stieg. Unzählige Kontertore waren die Folge.
Die Gäste ließen sich von wechselnden Defensivformationen der HSG nicht mehr aus dem Takt bringen. Spätestens nachdem sie drei Zeitstrafen in kurzer Folge ohne größeren Schaden überstanden hatten (21:17, 52.), war ihr erster Saisonsieg perfekt.
HSG Hude/Falkenburg: Jacobi, Woltjen – Görzel 2, Zetzmann 6, Meyerholz 2/1, Bohlken 2, Borchert 1, Mühlbach 1, von Freeden 2, Müller 3, Freiberg, Cordes 1.
SC Alstertal-Langenhorn: Riebe, Schulze – Gottschalk 1, Krautwurst, Heider 1, Bahn 1, Grewe 2, Roth, Wieding 1/1, Kranich 2, Hinz, Glaß 3, Schmidt 9, Miegel 4, Hartz 2.
Siebenmeter: HSG 2/1, SCAL 3/2.
Zeitstrafen: HSG 4, SCAL 2.
Schiedsrichter: Krüger, Schärff (Kiel, Flensburg)
