HUDE - Mit dem Spiel gegen des Berliner TSC starten die Handballerinnen der HSG Hude/Falkenburg am Sonnabend in die Rückrunde der Dritten Liga. Nachdem das Hinspiel in heimischer Halle im September vergangenen Jahres verloren gegangen (27:31) war, würde Trainer Werner Rohlfs eigentlich gerne die Punkte aus der Hauptstadt entführen und damit den ersten Schritt aus dem Tabellenkeller machen. Momentan ist die HSG 13. Doch die Ausgangslage sieht düster aus.

Viele Verletzungen

„Wir werden wohl nur mit sieben Feldspielerinnen zum Auswärtsspiel anreisen können“, berichtet Rohlfs, dessen Mannschaft schon die gesamte Saison über vom Verletzungspech verfolgt wird. Die HSG war ohnehin mit einem relativ kleinen Kader in diese Spielzeit gegangen. Ausfälle wiegen dadurch umso schwerer. Die beiden Rückraumspierlinnen Nicole Bähner und Maike Gärtner fehlen schon länger – gegen Berlin kommt ein Einsatz für beide noch nicht in Frage. Somit wird auch die aus der zweiten Mannschaft hochgeholte Yvonne Mühlbach gegen den TSC wohl durchspielen müssen. „Natürlich besteht die Gefahr, dass wir wegen Erschöpfung dann untergehen“, so Rohlfs. „Eigentlich müssten wir neun oder zehn gleichwertige Spielerinnen haben, damit die Leistung nicht abfällt, wenn wir mal durchwechseln.“ Aber entsprechendes Personal scheint in Hude derzeit nicht in Sicht, denn auch die zweite Mannschaft hat mit Verletzungssorgen zu kämpfen. Und das Lazarett leert sich nur langsam.

Aussichten nicht rosig

„Trotz aller Schwierigkeiten haben wir immer versucht, unsere Leistung abzurufen. Das wird auch gegen Berlin nicht anders sein“, gibt sich der Trainer trotz der Situation kämpferisch. Etwas anders bleibt ihm auch kaum übrig, will er die Konkurrenz nicht enteilen lassen. Am vergangenen Wochenende gewannen die in der Tabelle direkt vor der HSG Hude/Falkenburg platzierten Rostockerinnen ihr Spiel gegen Grün-Weiß Schwerin und liegen damit nun vier Punkte in Front. Auf den letzten Tabellenplatz haben die HSG-Frauen einen Punkt Vorsprung – dort lauert der SC Alstertal-Langenhorn. Rohlfs will die Saison aber trotzdem noch lange nicht verloren geben, auch wenn „die Aussichten momentan nicht rosig sind.“ Hoffnung macht ihm aber, dass Nicole Bähner für Ende Januar ihr Comeback in der ersten Mannschaft angekündigt hat.

Björn Buske
Björn Buske Online-Redaktion