Hude - Endgültig in der Tischtennis-Oberliga angekommen ist der TV Hude. Eine Woche nach dem ersten Punktgewinn gegen den TSV Hagenburg (8:8) machte der Aufsteiger am Sonntag in der Halle am Huder Bach Nägel mit Köpfen und bejubelte nach spannenden vier Stunden Spieldauer einen 9:6-Triumph über den MTV Wolfenbüttel. Damit ist der erste Saisonsieg unter Dach und Fach.
Finn Oestmann erlöste den Anhang der Gastgeber sowie die mitfiebernden eigenen Teammitglieder und zog dem unbequemen Noppenspezialisten Arnd Ahlbrecht im letzten Einzel des Tages den Zahn. Der Linkshänder, der für den Langzeitverletzten Dietmar Scherf (Knorpelschaden) zum Einsatz kam, drückte dem gegnerischen Routinier nach verlorenem ersten Satz sein Angriffsspiel auf und verwandelte im vierten Satz seinen ersten Matchball zum 11:7. Beim Stand von 10:7 hatte Oestmann noch eine Auszeit genommen, um sich auf die finale Phase zu konzentrieren – wenige Augenblicke später durfte er sich als Matchwinner feiern lassen.
Hude legte in dem Vergleich des Vorletzten gegen den Letzten los wie die Feuerwehr und gewann alle drei Auftaktdoppel deutlich. Jonas Schrader und Oestmann entzauberten dabei das Wolfenbütteler Top-Duo Sven Arnhardt und Florian Haux in vier Abschnitten. Im oberen Paarkreuz legte Florian Henke mit einem 3:1 gegen Florian Haux nach und erhöhte insgesamt auf 4:0 für den TVH. Hude verteidigte leidenschaftlich den Vorsprung und robbte Stück für Stück in Richtung Zielstrich. Im ersten Einzeldurchgang setzten sich auch Ryan Farrell und Pierre Barghorn durch, damit stand es nach Runde eins 6:3.
Nach Henkes 1:3 gegen Arnhardt richtete sich das Augenmerk auf das mitreißende Duell von Schrader gegen Haux. Der junge Huder ging mit einer 0:7-Bilanz in das Spiel und warf alles in die Waagschale, um den ersten Einzelerfolg perfekt zu machen. Schrader musste in dem Nervenduell in den fünften Satz und lag mit 8:6 aussichtsreich vorn. Doch plötzlich ging nichts mehr: Haux machte Punkt um Punkt, sicherte sich den Satz mit 11:8.
Schraders Frust über die vertane Chance war jedoch nicht von langer Dauer, da Lingenau (3:0 gegen Klaus-Peter Specht), Barghorn (3:0 gegen Nick Holland) und – wie geschildert – Oestmann gegen Ahlbrecht das Lachen auf ihrer Seite hatten. Das schon gestartete Schlussdoppel, in dem Henke und Farrell gegen Arnhardt/Haux große Probleme hatten, musste zur Erleichterung der Huder nicht mehr zu Ende gespielt werden.
