Hude/Hundsmühlen - Die Tischtennisteams aus Hude und Hundsmühlen sind an diesem Wochenende wieder in ihren Ligen gefordert.
Oberliga: TV Hude - MTV Wolfenbüttel (Sonntag, 14 Uhr, Sporthalle am Huder Bach). Rein vom Tabellenbild steht ein absoluter Krisengipfel auf dem Programm: Der Vorletzte empfängt das Liga-Schlusslicht. Doch der Schein trügt: Die Huder schwimmen nach dem ersten Punktgewinn gegen den TSV Hagenburg (8:8) emotional auf Wolke sieben. Und Wolfenbüttel, im Vorjahr sogar noch in der Regionalliga aktiv, ist trotz des Fehlstarts mit zwei 7:9-Niederlagen alles andere als ein Abstiegskandidat.
„Unsere Chancen sehe ich bei 20:80“, sagt Felix Lingenau. Der TVH-Kapitän weiß um die Klasse des Gegners, der mit 4:32 Zählern als Letzter der Regionalliga nun einen Neuanfang in der Oberliga unternimmt. Personell ist das Team der Gäste nahezu unverändert, lediglich Thilo Marschke (Nummer 2) hat die Mannschaft verlassen.
Das Momentum hat der TV Hude nach dem Teilerfolg gegen Hagenburg auf seiner Seite. Um die Außenseiterchance zu nutzen und den ersten Saisonsieg einzufahren, muss allerdings alles passen. „Die besten Möglichkeiten haben wir im mittleren Paarkreuz und gegen die Wolfenbütteler Nummer sechs Arnd Ahlbrecht“, erklärt Lingenau. Im oberen Paarkreuz sei es hingegen immer schwer, wenngleich er Florian Henke im Topeinzel gegen den erfahrenen Defensivkünstler Sven Arnhardt einiges zutraut: „Florian ist ein Abwehr-Killer, vielleicht geht da was.“ Auch auf die drei Auftaktdoppel komme es an. „Eine Führung zum Start würde gut tun“, so Hudes Nummer drei.
Landesliga: Hundsmühler TV - MTV Jever II (Samstag, 15 Uhr). Das dritte Saisonspiel könnte richtungsweisend für den HTV sein: Einem Sieg aus der Auftaktbegegnung beim TSV Venne (9:1) folgte am vergangenen Sonntag die 7:9-Niederlage vor heimischer Kulisse gegen die Sportfreunde Oesede II. Der Partie gegen Jever kommt somit große Bedeutung zu, denn die Gäste gingen aus vier Spielen dreimal als Sieger von den Tischen und werden auch in Hundsmühlen einiges daran setzen, die positive Bilanz auszubauen.
Vor allem wird es darauf ankommen, wie die Gastgeber aus den Startlöchern kommen. Die eklatante Doppelschwäche verbaute den HTV-Männern bereits gegen Oesede die Chance auf einen Punktgewinn und muss daher gegen Jever abgestellt werden.
In den Einzeln haben sich die Hundsmühler dagegen gut verkauft. Spitzenspieler Marek Janssen hielt sich bisher schadlos und gewann alle seine vier absolvierten Partien. Auch Jürgen Jesse im mittleren sowie René Clauß im unteren Paarkreuz blieben unbesiegt, so dass viel davon abhängt.
Dem 0:3 nach den Doppeln folgten gegen Oesede drei Siege in Folge zum 3:3-Ausgleich. Bis zum 7:7 blieben die Gastgeber auf Kurs. Doch Cuong Nguyen zog im letzten Einzel in fünf Durchgängen gegen Nicolas Koch-Hartke den Kürzeren, und die Hundsmühler gingen mit einem 7:8-Rückstand in das Schlussdoppel. Marek Janssen und Johannes Siepker unterlagen im entscheiden Match in vier Sätzen.
