HUDE - Gottfried Müller, Gerhard Prescher und Vorsitzender Peter Burgdorf sind seit 50 Jahren Mitglied. Horst Juretzka und Manfred Kleber verließen den Vorstand.

Von Matthias Kosubek

HUDE - Die Ehrung treuer Mitglieder und langjähriger Vorstandsangehöriger, die sich nicht wieder zur Wahl stellten, stand neben einer Bilanz des vergangenen Jahres im Mittelpunkt der Jahreshauptversammlung des Fußball-Clubs (FC) Hude, die am Montagabend im „Haus am Bahnhof“ stattfand. Manfred Kleber, viele Jahre Leiter der Jugendabteilung und zuletzt langjähriger Pressewart, wurde vom Vorsitzenden Peter Burgdorf ebenso mit einer Urkunde verabschiedet wie Horst Juretzka, acht Jahre lang 2. Vorsitzender, einst Spielertrainer der Ersten, Zweiten und Alten Herren, der 1200 Spiele absolvierte.

25 Jahre gehören Willi Becker und Detlev Bolte dem FC an. Sie erhielten die silberne Ehrennadel samt Urkunde. Die Ehrennadel in Gold für 50-jährige Treue zum Verein erhielten Gottfried Müller, Gerhard Prescher und Burgdorf selbst, der seit 13 Jahren den FC leitet. 1956 als Neunjähriger von seinem Vater, der den Verein 1949 mit gegründet hatte, angemeldet, entwickelte sich Burgdorf zu einem Leistungsträger, war Mannschaftsführer der 1. Herren, die damals in die Bezirksliga aufstieg, ein „Fußballverrückter“ (so Juretzka) mit überragender Organisationsfähigkeit.

Der Verein hat ca. 520 Mitglieder. Wie Jugendleiter Jürgen Schatke berichtete, spielen 310 Jugendliche in 20 Mannschaften und werden von 38 Betreuern und Trainern ehrenamtlich betreut. Für die G 2-Kinder wird ein neuer Betreuer gesucht, für die F 2- Jugend ein zweiter Betreuer. In diesem Sommer werde man erstmals in Hude ein Feriencamp organisieren. Sieben Spieler aus dem Jugendbereich wurden zu Schiedsrichtern ausgebildet.

Im Erwachsenenbereich, so Spielausschussobmann Helmut Ennen, sind eine Damenmannschaft, drei Herren-Teams (die erste spielt in der Bezirksklasse und hofft auf einen Aufstieg in die Bezirksliga) und eine Altherren-Mannschaft. In einem katastrophalen Zustand befindet sich der Trainingsplatz. Er wurde am Montag sogar als ein von Maulwurfshügel übersäter „Acker“ bezeichnet.

Aus der Bandenwerbung habe man vergangenes Jahr 3000 Euro weniger eingenommen, berichtete Kassenwart Dennis Behnken. Auch lagen die Gesamteinnahmen unter den Ausgaben. Man müsse deshalb neue Einnahmequellen erschließen, ohne gleich die Mitgliedsbeiträge zu erhöhen. Die bleiben vorerst unverändert bei 46 Euro im Jahr für Jugendliche, 93 Euro für Erwachsene, 120 für Familien und 50 für passive Mitglieder.