HUDE - Miteinander etwas erleben, zusammen arbeiten und Sprachbarrieren überwinden – nicht nur für die Teilnehmer des Huder Jugendcamps war die vergangene Woche aufregend. Auch für die Organisatoren war das internationale Jugendcamp eine Herausforderung.
„Doch wir sind wirklich rundum zufrieden“, resümiert Birgit Lohmann-Liebezeit, Leiterin des Kulurhofes. Gemeinsam mit Uwe Schubert von der Gemeinde hatte sie das Jugendtreffen organisiert. Nicht immer einfach waren da die Vorbereitungen: Zelte mussten besorgt, Workshops zusammengestellt und ein Programm organisiert werden.
Keine Sprachbarrieren
Doch der Aufwand hat sich gelohnt, meint auch die Organisatorin: „Gerade das Konzept, in Workshops zusammen zu arbeiten, hat mehr gebracht als ein reines Freizeitprogramm.“ So wurde die unterschiedliche Herkunft der Gäste aus Litauen, Polen, Österreich, Frankreich, Italien und Deutschland zur Nebensache. „Man konnte kaum Sprachbarrieren erkennen. Es wurden Freundschaften auch über Ländergrenzen hinweg geschlossen“, freut sich Birgit Lohmann-Liebezeit.
So hielt auch das vorzeitige Ausscheiden der italienischen und französischen Mannschaften bei der Fußball-Weltmeisterschaft die Jugendlichen nicht davon ab, die Spiele gemeinsam zu verfolgen. Für die passende Stimmung sorgten die richtigen Fanartikel. „Die Franzosen haben sich sogar mit Hüten, Flaggen oder Schals in Deutschlandfarben eingedeckt“, erinnert sich Birgit Lohmann-Liebezeit.
Fleißige Helfer
Positives Feedback bekam die Organisatorin auch von den Huder Eltern. „Obwohl viele Kinder nur wenige Minuten von zu Hause entfernt waren, hat dies keiner von ihnen zwischendurch genutzt“, wunderte sich Birgit Lohmann-Liebezeit. „Alle haben das Camp als gemeinsame Ferien betrachtet.“
Natürlich funktioniert ein Jugendtreffen mit 160 Jugendlichen aus fünf Nationen nicht ohne fleißige Helfer. „Einen großen Dank gilt allen Einzelpersonen und auch Organisationen, die uns unterstützt haben“, erklärt die Leiterin des Kulturhofes, die das Engagement aller zu schätzen weiß: „Bei der Hitze sind hier alle an ihre Grenzen gegangen.“
So forderten die heißen Temperaturen bereits kurz nach der Ankunft der Jugendlichen ihre ersten Opfer. „Ein Mädchen aus Italien war auf der Busfahrt dehydriert“, erzählt Birgit Lohmann-Liebezeit. Durch schnelle Hilfeleistung ging es ihr allerdings schnell wieder besser. In Hude selbst kam es zu keinen Vorfällen. Dafür sorgte auch der enorme Wasservorrat. „Wir mussten 600 Liter Wasser nachordern“, verrät die Organisatorin. Vor jeder Fahrt wurden Wasserflaschen an die Campteilnehmer verteilt. Die Hitze sorgte allerdings nicht nur für einen höheren Wasserverbrauch. „Auch unser geplantes Sportprogramm musste teilweise ausfallen. Dafür war es einfach zu heiß.“
Viele Tränen beim Abschied
Spaß am Jugendcamp hatten die Teilnehmer trotzdem. „So flossen bei der Abschlussdisco am Sonnabend viele Tränen“, erinnert sich Birgit Lohmann-Liebezeit. Doch spätestens 2012 gibt es beim nächsten Jugendcamp im französischen Arnage die Möglichkeit, sich wiederzusehen.
des Jugendcamps besuchten die Plattenkiste des NDR 1 in Hannover.
Denise Kubljemik aus Österreich, Ernesta Lenkevic aus Litauen sowie Amy Punschke aus Hude (sitzend von links) und Uwe Schubert die Fragen von Moderator Roger Lindhorst (links).
