Hude - Spannend war das Spitzenspiel in der Handball-Oberliga der Frauen am Samstag in Hude nicht lange – das wird die 150 Zuschauer aber nur wenig gestört haben. Die Gastgeberinnen der HSG Hude/Falkenburg präsentierten sich in bester Verfassung und besiegten den Meisterschaftsanwärter BV Garrel mit 33:21 (18:12) – und der Sieg war auch in der Höhe absolut verdient, sagte HSG-Trainer Timo Stein.

Der Coach war aber nicht nur angetan von der überzeugenden Leistung seiner Mannschaft: „Es war Wahnsinn, was in der Halle los war. So viele Zuschauer hatten wir lange nicht mehr“, freute sich Stein: „Eine tolle Atmosphäre“. Und eine gute Umgebung zum entfesselnden Aufspielen seiner Handballerinnen. „Wir haben von Anfang an umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten“, erklärte der Trainer.

Den Gegner perfekt gestört und nicht durchkommen lassen – und kam er doch mal durch, war Torhüterin Mareen Rump hinten zur Stelle. Auch das Umschaltspiel lief super, Hude/Falkenburg spielte mit einem „tollen Speed“ (Stein) nach vorne. Und Torhüterin Rump verteilte die Bälle schnell und gut. „Und das Stellungsspiel war variabel – wir haben Garrel regelrecht auseinandergenommen“, analysierte Stein weiter. Beste Werferinnen waren Mareike Zetzmann, Jessica Galle und Ashley Butler mit jeweils sieben Toren.

Die Garrelerinnen seien für ihr gutes Umschaltspiel bekannt, meinte Trainer Stein, darauf aber hatte sein Team sich bestens eingestellt: „Wir haben nur einen Tempogegenstoß zugelassen. Sonst sind wir gut mitgelaufen und haben die Bälle abgefangen.“

Auf Garreler Seite fehlte die bislang beste Werferin der Liga, Sarah Weiland (36 Tore in vier Spielen, also neun Treffer im Schnitt). „Ich glaube aber, sie hätte an dem Abend keinen Unterschied mehr gemacht“, meint Stein. Gut möglich: Sie hätte sogar elf Tore werfen können, ohne ihrem Team zum Sieg zu verhelfen.

Garrel sei dennoch weiter ein Anwärter auf die Meisterschaft: „Sie haben zu Hause gute Spiele gezeigt.“ Die HSG hatte zu Hause seit 2013 nicht gegen die Garrelerinnen gewonnen. „Das wollten wir abschütteln“, meinte Stein. Das hat geklappt – in fulminanter Art und Weise. „So kann’s weitergehen“, meint Stein. Allerdings erst in drei Wochen.

Mathias Freese
Mathias Freese Sportredaktion