Hude - Die weiße Weste ist beschmutzt: Die HSG Hude/Falkenburg stellt zwar nach vier Spieltagen die einzige noch ungeschlagene Mannschaft in der Handball-Oberliga der Frauen. Doch bei der HSG Wilhelmshaven musste der Spitzenreiter am Sonntagnachmittag mit einem 19:19 (10:10) Vorlieb nehmen.

„Ich sage nur selten etwas über die Schiedsrichter. Dieses Mal haben sie aber das Spiel entschieden“, haderte HSG-Trainer Timo Stein mit der Leistung von Alexander Fuhrmann und Daniel Muth. Mit 19:18 hatte Hude/Falkenburg bis kurz vor der Schlusssirene die Nase vorn und den fünften Sieg in Folge dicht vor Augen. Ein fragwürdiger Pfiff zugunsten der Gastgeberinnen sorgte dann allerdings für Unmut im Huder Lager. Wilhelmshaven bekam sechs Sekunden vor dem Ende noch einen Siebenmeter zugesprochen, den Katharina Reitz zum 19:19-Endstand verwandelte. „Das war ein ganz normales Tackling von Lisa-Marie Busse und hätte nicht mit einem Siebenmeter geahndet werden müssen“, so Stein.

Ohne die verletzte Saskia Petersen, die in einem Testspiel gegen Neerstedt unglücklich umgeknickt ist und sich vermutlich einen Außenbandriss zugezogen hat, fehlte dem Tabellenersten eine wichtige Komponente im Angriff. „Mit der Defensive und Torhüterin Mareen Rump war ich zufrieden“, erklärte der Übungsleiter. Jessica Galle und Mareike Zetzmann waren mit je fünf Treffern die besten Schützinnen seines Teams.

Die Partie war stets umkämpft, mehr als auf zwei Tore konnte sich in den 60 Minuten keine Mannschaft absetzen. Als Galle das 19:18 (55.) erzielte, schien sich der Favorit einen Vorteil herauszuarbeiten. Die Quittung kam jedoch mit besagter letzter Aktion.