HUDE - Bernhard Wolff war erster Geschäftsführer des Vereins „Golf in Hude“ und der Trägergesellschaft. Im Rückblick lässt er die ersten Jahre nach der Gründung Revue passieren.
Von CHristian Schwarz
HUDE - Am Anfang standen neun Vereinsgründer. Als der Klub „Golf in Hude e.V.“ am 28. Januar 1997 ins Leben gerufen wurde, „hat jeder einen Posten abgekriegt“. So erinnert sich Bernhard Wolff, damals Protokollführer und Geschäftsführer des Vereins und der Trägergesellschaft „Golf in Hude GmbH & Co. KG“ an die „Gründerzeit“. Verein, Trägergesellschaft und ein Teil der Anlagen feiern in diesem Jahr ihr zehnjähriges Bestehen.Alles begann, sagt Wolff, um das Jahr 1990 herum, als erste Anfragen an die Gemeinde gestellt wurden. Die zeigte Interesse, und schnell war als potenzielles Anlagengelände der heutige Standort am Reiherholz ausgemacht. Mit der Münchener Golf-Entwicklungsgesellschaft (GEG) wurden anschließend die ersten konkreten Planungen angegangen. Bevor die aber abgeschlossen werden konnten, zog sich die GEG 1996 wieder zurück, so dass die Huder Golf-Freunde wieder von vorne anfangen mussten.
Es fanden sich aber einige Investoren aus der Umgebung, die die heutige Trägergesellschaft gründeten. Angesichts des einsetzenden Golf-Booms sahen die Betreiber ihr Geld sicher angelegt. Die Gesellschaft pachtete 76 Hektar Land für 30 Jahre, im Juli 1997 begann der Bau der Driving-Range und des Neun-Loch-Platzes.
Am 12. Oktober wurde die Driving-Range inoffiziell in Betrieb genommen. Es folgte eine 18-Loch-Anlage, die 1999 fertig gestellt wurde, und später noch ein Platz mit sieben Löchern. Auf rund sieben Millionen D-Mark beziffert Wolff die Investitionskosten für die gesamte Anlage samt Klubhaus.
Zum Zeitpunkt der Fertigstellung der Anlage hatte der Verein 260 Mitglieder. Heute sind es knapp 600. Damit spielt „Golf in Hude“ in einer Liga mit dem Fußballclub FC Hude. Ist der Ort also ebenso in Golfer- wie in Fußballerhand? „Nein“, sagt Wolff bescheiden, „der Huder Golfklub rekrutiert sich aus dem Umland, in anderen Sportvereinen ist man eher auf den engeren Umkreis fixiert.“
Dennoch kann sich die Mitgliederzahl sehen lassen. „Vor zehn Jahren befanden sich sowohl der Golfclub Oldenburger Land als auch der Golfclub Hatten ebenfalls in ihrer Anfangsphase“, erinnert sich Wolff, „das war eine interessante Zeit damals.“ Die Konkurrenz hat dem Huder Golf aber nicht geschadet. „Ein großer Vorteil unseres Klubs ist der offene Zugang“, sagt der ehemalige Geschäftsführer, „unabhängig von einer Mitgliedschaft.“
Golf in Hude – eine Erfolgsgeschichte ohne Hindernisse? „Natürlich gab es auch Bedenken“, sagt Wolff, „gerade von den Naturschutzverbänden. Wir haben aber gemeinsam Lösungen gefunden, so dass jeder zufrieden war.“
