HUDE - „We serve – wir dienen“, so lautet weltweit das Motto der Lions Clubs. Mitglieder der Vereinigung Oldenburger Geest haben sich diesen Leitsatz im Dezember beim Lichterabend des Gewerbe- und Verkehrsvereins zu eigen gemacht: Im Garten von Jörg Lencer schenkten sie Glühwein und Punsch aus und boten Bratwurst an. 1200 Euro sind unterm Strich zusammengekommen – das Geld kommt der Behandlung eines elfjährigen Mädchens im westafrikanischen Togo zugute: Ilka Kalao leidet an einer typischen Tropenkrankheit, die ihr Augenlicht bedroht.
Schon jetzt beeinträchtigt die vererbbare Krankheit ihre Sehstärke. Um nicht zu erblinden, benötigt Ilka eine regelmäßige Behandlung in Togos Hauptstadt Lomé, die 480 Kilometer entfernt liegt. Wenn Medikamente nicht anschlagen, ist eine Operation unumgänglich.
Dass die Elfjährige die Chance auf eine ärztliche Versorgung bekommt und sie von ihren Eltern zu den vierteljährlich geplanten Behandlungen begleitet werden kann, dazu leistet der Lions Club Oldenburger Geest einen wichtigen Beitrag. Dafür bedankte sich Wolfram Hartrampf am Montag bei Lions-Präsident Wolfgang Kirsch, Schatzmeister Ekhard Kuck und dem Activity-Beauftragten Jörg Lencer „auch im Namen von Ilka“. Zu Ilka hat der Huder Hartrampf eine besondere Verbindung: Das Mädchen wurde in der namensgleichen Gemeinde Houdé in der Region Lassa im Norden Togos geboren, als er im Jahr 2000 dort zum ersten Mal zu Besuch war. Seitdem ist Hartrampf dort einmal im Jahr zu Gast.
Hartrampf kümmert sich als Koordinator des Vereins Deutsch-Afrikanische Zusammenarbeit (DAZ) um das Aidswaisen-Kinderhaus „Frieda“ in Lomé, über das Ilkas Behandlung finanziert wird. Über die korrekte Verwendung der ihr zugedachten Spenden wacht vor Ort Dr. Jürgen Onken, der 2010 von Hude nach Lomé umgesiedelt ist und dort mit seiner togolesischen Frau eine neue Heimat gefunden hat.
Die Lions Club-Mitglieder denken darüber nach, auch mit ihrem Know-how und ihrer Arbeitskraft in Togo zu helfen. Über Afrika-Erfahrung verfügt man bereits durch die Hilfe beim Auf- und Ausbau einer Landwirtschaftsschule in Sambia. „Warum sollten wir uns nicht auch in Togo engagieren?“, fragte Ekhard Kuck.
