Hude - Theodor Potiyenko (27)  ist der höchstpfeifende Fußballschiedsrichter im Landkreis. Der Unparteiische des FC Hude hat sich kontinuierlich hochgearbeitet – von der Kreisebene über die Landes- und Oberliga bis zur Regionalliga. Außerdem leitet er Spiele in der A-Jugend-Bundesliga und zählt zu den 40 jüngsten deutschen Referees, die an Stützpunkten des DFB gefördert werden. In seinem Fußballkreis ist Potiyenko zudem für das Coaching der Jungschiedsrichter zuständig.

Dabei spielte der 27-Jährige vor seiner Schiedsrichter-Karriere selber lange Fußball. „2005 habe ich beim FC Hude in der Jugend angefangen“, erzählt er. „Als ich dann in der B-Jugend gespielt habe, habe ich mich über die Schiedsrichter echauffiert“, sagt Theodor Potiyenko. Vom FC Hude habe daraufhin jemand den Vorschlag gemacht, er solle sich selber mal darin versuchen.

Gesagt, getan. 2007 machte Potiyenko den Schiedsrichterschein. „Natürlich wollte ich dem Verein damit helfen. Aber ich hatte auch Blut geleckt“, erklärt er. Für Theodor Potiyenko ist man dann ein guter Schiedsrichter, wenn keiner über ihn spricht. „Als Schiedsrichter soll man nicht im Fokus stehen, sondern einfach seine Arbeit machen“, erklärt er. Und wenn keiner über die Entscheidung diskutieren müsse, dann habe der Schiedsrichter alles richtig gemacht, ist er sich sicher.

Vom eigentlichen Fußballspielen hat sich der Angestellte in einer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft bereits 2010, als er in der A-Jugend spielte, verabschiedet. „Die Zeit lässt es einfach nicht zu“, sagt der 27-jährige Wahl-Oldenburger.

Einmal in der Woche, in der Regel am Wochenende, steht er als Schiedsrichter in der Regionalliga oder A-Jugend-Bundesliga auf dem Platz. Aber auch sonst hält er sich mit zwei bis drei Sporteinheiten in der Woche fit. „Ich gehe ins Fitnessstudio und laufe viel. Das kann ich mir aber zum Glück selber einteilen“, sagt Theodor Potiyenko.