Hude - Seit er zehn Jahre alt ist, reitet Frederik Geue fast täglich – und dieses Training sollte sich im vergangenen Jahr so richtig bezahlt machen. Innerhalb von nur zehn Tagen räumte der Huder Springreiter, der seit Januar für den Landesverband Bremen startet, ordentlich ab. Zunächst wurde der 17-Jährige in Rastede Landesmeister der Junioren-Springreiter, nur wenige Tage später feierte er mit dem deutschen Team den Sieg beim Nationenpreis in Samorin (Slowakei).

Bei beiden Turnieren an seiner Seite: der Oldenburger Hengst Confiance. Seit knapp drei Jahren reitet Geue das zwölfjährige Pferd – und inzwischen sind sie ein richtig eingespieltes Duo. „Confiance ist manchmal schüchtern, manchmal auch albern. Ich hätte nie gedacht, dass Frederik ihn so gut in den Griff bekommt“, lobt Vater Stephan Geue, selbst erfahrener Springreiter.

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Wie gut Pferd und Reiter harmonieren, zeigte sich vor allem beim Nationenpreis Anfang August. „Das war der Höhepunkt des letzten Jahres“, sagt Frederik Geue. Dass Bundestrainer Peter Teeuwen ihn für diesen Wettbewerb nominiert hat, sei eine besondere Ehre. Nur sechs junge Reiter aus ganz Deutschland bekamen diese Chance. Da aber nur vier Reiter beim Nationenpreis starten dürfen, mussten die Nominierten vor Ort in der Slowakei noch einmal alles geben, und den Bundestrainer zu überzeugen. Frederik Geue lieferte ab und schaffte den Sprung ins Team, mit dem er vor Italien und Polen den Sieg holte. Dieser Erfolg bedeutet dem 17-Jährigen sogar noch etwas mehr als der Landesmeistertitel, den er nur wenige Tage vor der Reise nach Samorin gewonnen hatte. „In Rastede den Titel zu holen, war natürlich auch schön, aber der Nationenpreis war anspruchsvoller“, erzählt der Nachwuchsreiter, der noch zur Schule geht. Im Vorjahr hatte er in Rastede den Titel noch knapp verpasst – eine Zeitstrafe kostete damals den Sieg. Dass es 2019 endlich geklappt hat, freut Geue. Und auch in diesem Jahr möchte der 17-Jährige wieder angreifen. „Ich würde gerne wieder für einen Nationenpreis nominiert werden. Das wäre eine Ehre für mich“, sagt er.

Gloria Balthazaar
Gloria Balthazaar Redaktion Wildeshausen