HUDE - Der TV Hude lässt sich von den gravierenden personellen Sorgen nicht entmutigen. In der Tischtennis-Verbandsliga glückte dem Tabellenvierten ein wichtiger 9:6-Erfolg bei der Spielvereinigung Niedermark. Für Maik Neumann war es das letzte Spiel in dieser Saison – er fehlt dem TVH ab sofort bis Saisonende aufgrund eines Auslandseinsatzes für die Bundeswehr. Matchwinner war Ersatzspieler Andre Finke.
„Angesichts der Umstände ist dieser Sieg ganz besonders wichtig“, freute sich Marco Stüber über die beiden Punkte gegen das routinierte Team aus dem Teutoburger Wald. Die Lage ist beim Turnverein allerdings weiter angespannt, denn es ist noch nicht absehbar, in welcher Formation der Klub in der Rückserie an den Start gehen wird. Die Wechselfrist läuft ab – externe Spieler können nur noch an diesem Montag verpflichtet werden. Der Countdown läuft. Hude hat bekanntlich mit Felix Lingenau, Alex Dimitriou sowie Marco Stüber und Michael Helmers nur vier Akteure an Bord, die restlichen beiden Positionen sind beim Oberliga-Absteiger noch vakant.
Von der Hektik im Hintergrund ließen sich die Spieler in Niedermark nichts anmerken. Von Beginn entwickelte sich eine abwechslungsreiche Begegnung, in der die Gäste mit 2:1 nach den Doppeln vorn lagen. Lediglich Dimitriou und Finke zogen gegen Altmeister Dieter Lippelt und Stefan Wellmann den Kürzeren.
In den Einzeln blühten auf Huder Seite besonders Alex Dimitriou und Marco Stüber auf, die beide unbesiegt blieben. Dimitriou schlug Abwehr-Legende Lippelt dabei ebenso glatt in drei Sätzen wie Topspieler Lingenau. Die Nummer eins des TVH unterlag dagegen etwas überraschend Anton Manalaki in fünf Durchgängen. Bejubelt wurde vor allem Neumanns Solo-Erfolg zum Abschied gegen Hermann Sieker, zudem avancierte Andre Finke beim Stand von 8:6 zum Matchwinner. Der Bezirksoberligaspieler schlug Christoph Schepers nervenstark in fünf Abschnitten. Michael Helmers hat weiterhin Schulterprobleme und ging diesmal leer aus.
„Das war ganz stark, wir haben zwei wichtige Punkte für den Klassenerhalt gesammelt. Es wäre genial, wenn wir auch gegen Celle noch einen oder zwei Punkte holen könnten“, sagte Lingenau. Den Aufstieg haben die Huder – mit 11:5 Zählern eigentlich noch ganz gut im Geschäft – mittlerweile zu den Akten gelegt. Zu ungewiss sind die Prognosen für die Rückrunde, und man darf gespannt sein, ob das Landkreis-Flaggschiff auf den letzten Drücker einen oder gar zwei Neuzugänge aus dem Hut zaubert.
