Hude - Die „Verlängerung“ der Saison war für die zweite Tischtennismannschaft des TV Hude ein Abziehbild der gesamten Spielzeit. Im alles entscheidenden Match um den Verbleib in der Herren-Verbandsliga lieferte sich der Tabellenachte gegen den Landesliga-Vizemeister ESV Lüneburg einen fast vierstündigen Krimi. Am Ende setzte sich der Turnverein gegen die hartnäckigen Gäste hauchdünn mit 9:7 durch.
Dank des nun gesicherten Verbleibs in der Verbandsliga wird sich die Huder Reserve in der Saison 2019/20 also wieder zu ihrer ersten Garnitur gesellen, die nach dem verpassten Aufstieg in die Oberliga ebenfalls in der Verbandsliga ins Rennen gehen wird.
„Das war ein Spiel auf des Messers Schneide. Wahrscheinlich wären wir aufgrund der Konstellationen in den höheren Ligen auch mit einer Niederlage in der Verbandsliga geblieben, aber so haben wir jetzt Planungssicherheit“, erklärte TVH-Spitzenspieler Finn Oestmann.
In der Halle am Huder Bach staunten die Zuschauer nicht schlecht, denn es waren nicht die favorisierten Hausherren, die den Ton angaben, sondern die Gäste. Nach den Doppeln hieß es 1:2, und auch in den Einzeln ließ sich Lüneburg nicht abschütteln, sondern blieb auf Augenhöhe. Eines der Schlüsselspiele war Marco Stübers Duell gegen Achim Storck. Stüber lag schon mit 0:2 Sätzen zurück, fand dann aber seinen Rhythmus und drehte die Partie zu seinen Gunsten. Der fünfte Satz ging mit 11:7 an die Huder Kämpfernatur. Stüber brachte seine Mannschaft mit dem Sieg mit 6:5 in Front und ebnete den Weg zum Klassenerhalt. Noch spannender machte es anschließend Dietmar Scherf gegen Lasse Hinrichs, den er mit 11:9 im fünften Durchgang bezwang – damit stand es 7:6 für Hude.
Der überragende Sören Dreier hatte keine Probleme mit Daniel Bomblat und erhöhte auf 8:6. Da Florian Krabbe gegen Bernd Könnecke mit 1:3 Sätzen verlor, musste das Schlussdoppel mit Oestmann/Stüber noch einmal ran. Gegen Florian Rathmann und Lars Elvers war es wiederum ein knappes Spiel, das mit 11:7 in Satz fünf für Hude endete. Aufgrund des besseren Satzverhältnisses (36:32) hätte den Gastgebern auch ein 8:8 gereicht.
„Leider müssen wir uns jetzt von Klaus und Florian Krabbe verabschieden, die erstmal eine Tischtennispause einlegen werden“, sagte Oestmann. Immerhin konnte das Duo im letzten Spiel vor der Sommerpause mit dem ersehnten Klassenerhalt verabschiedet werden.
