HUDE - Es gibt keine zwei Meinungen: Ein Sieg ist Pflicht. Der TV Hude muss unter der emotionalen Last des Gewinnenmüssens am Sonntag (14 Uhr, Halle am Huder Bach) zwingend einen Heimerfolg gegen die TTSG Wennigsen einfahren, um im Kampf um den Klassenerhalt in der Tischtennis-Oberliga nicht den Anschluss an die rettenden Plätze zu verlieren.

„Wir wissen um die Brisanz dieser Begegnung“, weiß Felix Lingenau. „Besonders aufpassen müssen wir im oberen Paarkreuz“, zollt Hudes Nummer eins seinen kommenden Gegnern Respekt. Vor allem Wennigsens Topspieler Martin Bouska sticht als Leistungsträger bei dem erst einmal siegreichen Tabellenvorletzten hervor – 12:2 lautet seine Einzelbilanz, mit der er in der Liga momentan zweitbester Spieler ist. Allerdings konnte Bouska seine Teamkollegen bisher nicht maßgeblich mitreißen, so dass die bei Hannover angesiedelten Gäste bisher erst drei magere Zähler auf der Habenseite verbuchen durften.

So rasch wie möglich will Hude den zehnten Rang, der den Abstieg bedeuten würde, wieder verlassen und wie zu Saisonbeginn in gesicherte Mittelfeld-Regionen vorstoßen. Mehrfach hat der Aufsteiger angedeutet, welches Potenzial in der Mannschaft steckt, allerdings hat es bislang nur zu zwei Erfolgen und einem Remis gereicht.

„Bei einem Sieg können wir die Hinserie mit 7:15 Punkten abschließen und realistischerweise weiterhin hoffen. Mit unserem tollen Publikum im Rücken wird uns das auch gelingen“, gibt sich Alex Dimitriou, die Nummer vier der Huder, selbstbewusst.

Für den Turnverein ist die Partie gegen Wennigsen zugleich der Abschluss der mit Höhen und Tiefen gespickten Hinserie. Abgesehen von den Tiefschlägen gegen die Spitzen-Klubs Wolfenbüttel und Langförden (jeweils 2:9) rechtfertigten die Huder zumeist ihre Oberliga-Zugehörigkeit. Auch heute ist wie so oft ein Zitterspiel zu erwarten. Doch wie hatte Lingenau bereits nach dem unglücklichen 7:9 vor einer Woche gegen Burg Gretesch den TVH-Anhängern versprochen: „Ich bin sicher: Das nächste Schlussdoppel gewinnen wir wieder.“