Hude - Verteilte Rollen in der Tischtennis-Hochburg: In dieser Saison ist beim TV Hude einiges anders als in so manch anderer Spielzeit. Zwar kann sich der Turnverein nach wie vor nicht über einen Mangel an Top-Platzierungen in den einzelnen Ligen beklagen. Doch es sind dieses Mal nicht die beiden Männer-Flaggschiffe aus der Oberliga und Verbandsliga, die den Club auf der Erfolgswelle schwimmen lassen. Vielmehr sorgen die unteren Herren-Teams sowie die Frauen und der männliche Nachwuchs für Furore.

Gleich vier Herbstmeisterschaften durfte der TV Hude bejubeln – die Aussichten auf den einen oder anderen Titel sind vielversprechend. Und gerade im Jugendbereich weckt die Siegesserie in der Bezirksliga Hoffnung. Mit 11:1 Punkten liegen die Huder ungeschlagen und mit drei Zählern Vorsprung vorn. Überragender Spieler ist Tom Piper, der mit einer glänzenden 14:2-Bilanz sein Potenzial nachhaltig unter Beweis stellte. Aber auch Pascal Bausen (9:5), Joke Fleddermann (6:6) und Keno Heckmann (8:3) blühten auf. Ein Meilenstein auf dem Weg zum Titel war der 8:3-Sieg im Derby im letzten Hinrundenspiel gegen den drittplatzierten VfL Stenum.

„Es wäre schon wünschenswert, wenn die Jungs auch am Ende die Nase vorn haben“, sagt TVH-Abteilungsleiter Bernd Hedenkamp. Ferner hofft er insgeheim, dass Tom Piper auch in den kommenden Jahren seine sportliche Laufbahn in Hude fortsetzen wird. Der Jugendliche nutzt derzeit das Doppelspielrecht aus und tritt sowohl für den TVH in der Jungen-Bezirksliga als auch für den TuS Hasbergen in der 1. Herren-Bezirksklasse an.

Eine Klasse besser als die Konkurrenz ist Hudes dritte Männer-Auswahl. In der Bezirksliga stehen optimale 18:0 Punkte zu Buche, und der Vorsprung auf den TTV Cloppenburg und den OSC Damme (jeweils 13:5) ist riesig. „Schon vor der Saison war das Team klarer Favorit. Die Meisterschaft ist im Grunde schon eingetütet“, glaubt Hedenkamp fest an einen Durchmarsch.

Zwei Ligen tiefer hat Hude IV eine packende Rückrunde vor sich. Mit 16:2 Zählern sind Kapitän Mathias Kutschmann und Co. nur knapp vorn. Dahinter lauert das Trio TSV Großenkneten (15:3), Delmenhorster TV (14:4) und TSG Hatten-Sandkrug III (13:5). Mit Neuzugang Julian Ewert, der vom Bezirksligisten PTSV Dortmund zu seinem Heimatclub zurückgekehrt ist, haben die Huder im Titelrennen ein Ass aus dem Ärmel gezogen. Ewert wurde an Nummer eins aufgestellt.

Eine überragende Hinrunde legte Hudes einzige Frauen-Mannschaft in der Kreisliga aufs Parkett. Gaby Sauer, Sigrid Lorentzen, Christiane Auffarth, Helga Gerdes, Gerlinde Werner und Sigrid Mennenga haben 14:2 Punkte und sind noch ungeschlagen. „Ihr großes Plus ist der große Zusammenhalt“, zollt Hedenkamp dem routinierten Sextett Respekt.