HUDE - HUDE - Der 9:1-Kantersieg im Derby bei SW Oldenburg konnte den TV Hude nicht über das tags zuvor erlittene Desaster hinweg trösten. Zu sehr wurmte den Tischtennis-Verbandsligaspielern aus Hude die hohe 3:9-Niederlage gegen MTV Jever II. Der Prestige-Erfolg gegen die Huntestädter linderte nur geringfügig ansatzweise die angekratzte Gefühlslage bei den Hudern, die angesichts der bislang mageren Ausbeute von 5:5 Punkten das Treiben an der Tabellenspitze wohl oder übel aus der einer gewissen Ferne beobachten müssen.
„Aus meiner Sicht können wir den zweiten Rang erstmal abhaken und müssen uns darauf konzentrieren, nicht in den Abstiegsstrudel zu geraten“, sagte Hudes Felix Lingenau nach dem deprimierenden Spielverlauf gegen Jever. Die Stimmung war damit vor dem Aufeinandertreffen mit Oldenburg am Boden.
Das Lokalderby an der Hunte verlor damit ein wenig an Bedeutung, zumal der Sprung in höhere Tabellenregionen durch die Pleite gegen Jever erst einmal auf unabsehbare Zeit verbaut ist. Aber das Wiedersehen mit den Ex-Hudern Thuong Nguyen und dem gestern verletzten Andreas Kurz, die inzwischen beide für SW Oldenburg spielen, sowie dem vor anderthalb Jahren von SWO in Richtung Hude gewechselten Alexander Dimitriou sorgte für einen enormen Motivationsschub.
Dass die Huder ein derartiges „Einbahnstraßen-Tischtennis“ ablieferten, war im Vorfeld nicht zu erwarten gewesen. Fast alles lief wie am Schnürchen. Nico Schulz unterstrich gegen Jochen Röben seinen Aufwärtstrend, und auch Michael Helmers blühte nach seiner blassen Vorstellung gegen Jever gestern in Oldenburg wieder auf. Ausgerechnet der sonst so souveräne Lingenau bezog gegen seinen letztjährigen Doppelpartner Nguyen eine Fünfsatz-Pleite. Das war gestern aber auch der einzige Schönheitsfehler in einem fast perfekten Spiel.
Das „Wochenende der Wahrheit“ nahm somit ein versöhnlichen Ausklang. Aber die Schlappe gegen die „Spielverderber“ aus Jever liegt dem TVH noch schwer im Magen.
TV Hude - MTV Jever II 3:9
Lingenau/Dimitriou - Smit/Janßen 11:5, 4:11, 5:11, 11:2, 9:11; Stüber/Tschörtner - Kaselis/Lessenich 11:13, 11:6, 11:4, 5:11, 8:11; Helmers/Schulz - Haltermann/Rudolph 11:13, 11:13, 11:7, 11:7, 8:11; Lingenau - Lessenich 11:7, 11:7, 8:11, 11:13, 11:7; Stüber - Kaselis 11:9, 11:5, 9:11, 8:11, 5:11; Dimitriou - Haltermann 11:4, 11:9, 11:7; Tschörtner - Smit 8:11, 6:11, 9:11; Helmers - Janßen 10:12, 11:13, 11:9, 11:8, 10:12; Schulz - Rudolph 11:9, 7:11, 11:8, 11:7; Lingenau - Kaselis 10:12, 12:10, 9:11, 10:12; Stüber - Lessenich 6:11, 11:7, 9:11, 11:9, 8:11; Dimitriou - Smit 11:8, 8:11, 10:12, 9:11.
SW Oldenburg - TV Hude 1:9
Bock/Nguyen - Stüber/Tschörtner 12:10, 5:11, 5:11, 9:11; Liebert/Sebens - Lingenau/Dimitriou 6:11, 13:11, 6:11, 11:8, 9:11; Röben/Herold - Helmers/Schulz 9:11, 11:5, 14:16, 11:8, 6:11; Bock - Stüber 11:9, 9:11, 2:11, 11:7, 6:11; Nguyen - Lingenau 11:7, 4:11, 12:10, 3:11, 11:5; Liebert - Tschörtner 7:11, 8:11, 11:5, 11:7, 8:11; Sebens - Dimitriou 8:11, 9:11, 12:10, 12:10, 5:11; Röben - Schulz 10:12, 5:11, 11:8, 12:10, 6:11; Herold - Helmers 6:11, 6:11, 3:11; Bock - Lingenau 9:11, 11:8, 6:11, 7:11.
