HUDE - Ein Quartett aus Hude hat bei den Tischtennis-Weltmeisterschaften in Stockholm teilgenommen. Bei den mit mehr als 3200 Teilnehmern großen Senioren-Wettkämpfen gab es neben vielen Eindrücken von der schwedischen Hauptstadt auch ansprechende Resultate.

Noch vor wenigen Wochen war der TV Hude selbst Gastgeber der Deutschen Senioren-Meisterschaften. Die „Heim-DM“ machte Lust auf mehr – und so flogen Marco Stüber, Bernd Hedenkamp, Jörg Severin und Thomas Stakemeier für eine Woche nach Skandinavien. „Von in der Gruppe ausscheidenden Regionalligaspielern bis hin zu bosnischen Doppelgegnern“, beschreibt Stüber das breitgefächerte Teilnehmerfeld.

Die Huder Fraktion ließ durch Marco Stüber und Jörg Severin im Doppel aufhorchen und schaffte den Einzug in die Runde der besten 32. Mit drei Siegen in der Vorrunde zog das Duo als Gruppenerster in die Hauptrunde ein. Dort glückten Stüber/Severin nach einem Freilos zwei Fünfsatzerfolge gegen Claus Jensen/Carsten Skov Nielsen (Dänemark) sowie den Brüdern Andrew und Stephen Horsfield (England).

Um kurz nach 14 Uhr war die sportliche Mission am Freitag für Stüber und Severin beendet. Den Siegeszug der beiden stoppte das deutsche Gespann Frank Lewandowski und Armin Wlosik. Beim 4:11, 7:11, 11:7 und 4:11 waren die Favoriten – Wlosik spielte Anfang der 90er-Jahre in der zweiten Bundesliga – eindeutig Herr der Lage am Tisch.

Stüber war es auch, der im Einzel ein dickes Ausrufezeichen setzen konnte. Im fast 600 Teilnehmer großen Herren-40-Feld überstand der Huder die Vorrunde und zog mit einem 3:0-Sieg gegen den Russen Kirill Ivanovskiy in die Runde der besten 64 ein. Gegen den Schweden Joakim Bergström lief es bei Stüber nicht mehr rund, so dass er mit 11:6, 8:11, 5:11 und 8:11 das Nachsehen hatte.

„Das war eine unterirdische Leistung von mir“, räumte Stüber selbstkritisch ein. Unterm Strich ist er durchaus beeindruckt von den Ausmaßen der WM: „Es ist eine riesen Veranstaltung, einfach achtmal mehr Leute als bei unserer DM in Hude.“

Severin und Stakemeier zogen im Einzel ebenfalls in die Hauptrunde ein. Der beinamputierte Esa Miettinen (Finnland) war für Severin beim 0:3 zu stark. Und auch für Stakemeier kam gegen Michael Kullberg (Schweden) vorzeitig das Aus. Hedenkamp, als einziger der Huder in der Altersklasse 50 aktiv, strauchelte in der Vorrunde.

Im Hinterkopf haben die Huder schon das nächste Abenteuer im hohen Norden: die Senioren-EM 2015 im finnischen Tampere.