HUDE - HUDE - Marco Stüber traf den Nagel nach einer denkwürdigen Abreibung auf den Kopf. „Das wäre die Lachnummer des Jahres geworden, wenn wir die Relegation noch verdaddelt hätten.“ Die gute Nachricht vorweg: Um Haaresbreite verhinderte der TV Hude die totale Blamage, machte im letzten Spiel in der Tischtennis-Verbandsliga die Vizemeisterschaft perfekt und damit den Einzug in die Aufstiegsrunde zur Oberliga. Allerdings bekleckerte sich das Team bei der 3:9-Auswärtsniederlage gegen SV Werder Bremen II nicht mit Ruhm – ganz im Gegenteil.
Rückblende: Vor der Partie mussten die Huder den Rechenschieber nicht lange betätigen, um herauszubekommen, dass sie nur zwei einzelne Matches gewinnen mussten, um in die Relegation einzuziehen. Selbst ein 2:9 hätte gegen den Tabellenfünften genügt, um sich MTV Jever II vom Leib zu halten. Schon vor einer Woche beim 9:6-Zittersieg gegen den Abstiegskandidaten SW Oldenburg prasselte bereits Kritik auf das TVH-Sextett ein. „Streckenweise zu passiv und emotionslos“, beurteilte Felix Lingenau den Auftritt im Derby.
In der Werder-Halle konnten die mitgereisten Huder Anhänger früh jubeln. Schon nach den Eingangsdoppeln hatte Hude die beiden Siege eingefahren – 2:1. Über den weiteren Verlauf der Begegnung wird im Klosterort wohl noch zu reden sein. Bis auf Moritz Tschörtner, der sich in fünf Sätzen gegen Bremens Ersatzmann Peer Scheschonka behauptete, gewann kein Huder ein Einzel.
„Das war ein ganz schöner Krampf. Schwamm drüber, Mund abputzen, in der Relegation neu durchstarten“, blickt Stüber unterdessen nach vorn. Am Sonntag, 6. Mai, geht es für den Vizemeister um den Wiederaufstieg in die Oberliga. Der gegen Werder überzeugend agierende Tschörtner hofft bis dahin auf eine Leistungssteigerung: „Insgesamt zeigt unsere Formkurve eindeutig nach unten. Bis zur Relegation muss dringend etwas getan werden."
Werder Bremen II – TV Hude 9:3. Theile/Scheschonka - Stüber/Tschörtner 4:11, 11:8, 10:12, 7:11; Tamas/Greber - Lingenau/Schulz 11:6, 11:8, 11:2; Dörr-Kling/Froese - Dimitriou/Helmers 11:4, 8:11, 11:6, 11:13, 3:11; Tamas - Stüber 11:8, 11:7, 5:11, 11:9; Greber - Lingenau 11:9, 11:3, 11:8; Dörr-Kling - Helmers 11:7, 7:11, 14:12, 11:6; Theile - Dimitriou 11:9, 11:13, 12:10, 8:11, 11:7; Froese - Schulz 11:7, 11:3, 10:12, 9:11, 12:10; Scheschonka - Tschörtner 11:13, 14:12, 11:8, 10:12, 3:11; Tamas - Lingenau 12:10, 9:11, 11:9, 15:13; Greber - Stüber 9:11, 11:3, 11:6, 9:11, 11:4; Dörr-Kling - Dimitriou 11:9, 6:11, 12:10, 5:11, 11:7.
