HUDE - HUDE/GF - Die Sensation lag in der Luft. Am Ende fehlte nur ein Quäntchen Glück und die Cleverness in den entscheidenden Spielphasen. Bei der 5:9-Niederlage gegen den MTV Wolfenbüttel zog Tischtennis-Oberligist TV Hude alle Register, schrammte im letzten Hinrundenspiel aber knapp an einer Überraschung vorbei. Mit 3:19 geht der Aufsteiger als Tabellenvorletzter in die dreiwöchige Winterpause.

„Wir hatten in vielen Partien eine realistische Chance zu punkten und haben uns auch gegen die Spitzenteams einigermaßen achtbar geschlagen“, blickte Hudes Spitzenspieler Felix Lingenau gelassen auf die erste Halbserie zurück. Gut mitgehalten, aber die Punkte blieben zumeist auf der Strecke. Die einzige rühmliche Ausnahme war das famose 9:1 gegen den VfL Oker. „Es war mehr drin für uns als nur drei Punkte. Insofern ist es auch erlaubt, etwas unzufrieden zu sein“, so Lingenau.

Die Begegnung gegen Wolfenbüttel spiegelte den Verlauf der Hinrunde wieder. Wie so oft glückte den Hudern zu Beginn eine 2:1-Führung nach den Doppeln. Im oberen Paarkreuz zog Lingenau den Kopf noch einmal aus der Schlinge. Als sein Gegenüber Florian Haux bei 10:9 Matchball hatte und den Ball an die Tischkante setzte, „fischte“ Lingenau mit einem artistischen Reflex die weiße Kugel, machte den Punkt und stand Sekunden später als Sieger fest.

Es folgte eine Serie von Pleiten, Pech und Pannen: Marco Stüber, Alex Dimitriou und Thuong Nguyen waren allesamt chancenlos, so dass Wolfenbüttel mit 4:3 vorn lag. Moritz Tschörtner präsentierte sich nach längerer Zeit wieder in besserer Form und glich zum 4:4 aus. Als aber Felix Lingenau nach begeisterndem Spiel gegen den enorm starken Abwehrspieler Sven Arnhardt nach Vergabe zweier Matchbälle das Nachsehen hatte, war die Vorentscheidung gefallen. Lediglich Nguyen sicherte dem TVH noch einen Sieg. Tschörtners unglückliche 2:3-Schlappe gegen Kepski war umso bitterer, zumal Tom Stakemeier am Nebentisch bereits sein Einzel gewonnen hatte. Dieser Erfolg ging aber nicht mehr in die Wertung ein. So gesehen hätte es durchaus noch zum Schlussdoppel kommen können.

Im kommenden Jahr startet der TV Hude am 8. Januar mit einem Heimspiel gegen die TTSG Wennigsen in die Rückserie. „Ich gehe davon aus, dass zehn bis zwölf Punkte notwendig sind, um die Klasse zu halten. Es ist unwahrscheinlich, dass uns fünf Siege gelingen. Versuchen werden wir es trotzdem“, wirft Marco Stüber, der in der zweiten Halbserie für Dimitriou ins mittlere Paarkreuz rücken wird, die Flinte noch lange nicht ins Korn.