Hude - Der Zweitages-Trip in Richtung Südniedersachsen hat sich für den TV Hude nach Punkten nicht gelohnt. Vom winterlichen Ausflug mit Zwischenübernachtung in Hannover kehrte der Tischtennis-Oberligist mit zwei Auswärtsniederlagen zurück. Beim SC Marklohe unterlagen die Huder am Samstag mit 5:9. Beim personell angeschlagenen Tabellenzweiten Hannover 96 verkaufte sich der Aufsteiger am Sonntag sehr gut und war beim 6:9 dicht dran an einem Punktgewinn. Nach der Hinserie ist der Turnverein mit 3:15 Zählern Liga-Neunter und damit Vorletzter.
Obwohl der krasse Außenseiter aus dem Klosterort in beiden Duellen sehr couragiert zu Werke ging, blieb ein durchaus verdientes Remis aus. „Gegen Marklohe war es besonders bitter, da ich mir in meinem zweiten Einzel einen Krampf im linken Bein zugezogen habe und nach achtminütiger Verletzungspause mit 10:12 im fünften Satz das Nachsehen hatte“, beschrieb Hudes Felix Lingenau die tragische Situation im Spiel gegen Niklas Matthias. Damit ging Marklohe mit 8:4 in Führung und Hude verpasste das mögliche 5:7. Lingenau hatte schon nach Sätzen mit 2:0 vorn gelegen, ehe sein Kontrahent immer besser wurde und ihm zu allem Überfluss auch noch der Krampf einen Streich spielte.
Fast vier Stunden lang wehrte sich der TVH im Landkreis Nienburg und steckte zu keiner Zeit auf. Jonas Schrader und Ersatzmann Finn Oestmann sowie Lingenau und Pierre Barghorn bescherten den Hudern zwei Doppelsiege. Im oberen Paarkreuz war für Florian Henke und Schrader dagegen nichts zu holen. Besser lief es im ersten Durchgang für Lingenau und Ryan Farrell: Beide schlugen in der Mitte eiskalt zu und brachten die Gäste mit 4:3 in Front. Danach herrschte eine Menge Leerlauf. Erst beim Stand von 4:8 sorgte der auf hohem Niveau spielende Farrell für den fünften Huder Zähler. Barghorn konnte danach beim 7:11, 7:11 und 4:11 gegen Jan Mudroncek die 5:9-Pleite nicht mehr abwenden.
Der Vergleich mit Hannover 96 nahm ähnliche Züge an – und wiederum war Lingenau die tragische Figur im Dress des Liga-Neulings. Gegen Max Kulins, der aufgrund des Fehlens von Sven Kath ins mittlere Paarkreuz aufrückte, gewann Hudes „Mister Tischtennis“ die Sätze eins und zwei mit 11:7 und 13:11. Irgendwie passte es ins Bild, dass Kulins aufdrehte und die folgenden Abschnitte mit 12:10, 11:8 und 11:9 für sich entscheiden konnte. „Ich war nicht abgezockt genug“, schob er sich den schwarzen Peter selber zu. Beim 6:9 in der Landeshauptstadt konnte der TV Hude den doppelten Ersatz aufseiten des Gegners, der neben Kath (Nummer drei) auch Ondrej Kuntz (Nummer 6) ersetzen musste, nicht ausnutzen. Florian Henke blühte im Duell der beiden Topspieler auf und triumphierte mit 3:1. Bester Huder aber war wiederum Farrell – der Ire war am gesamten Wochenende nicht zu schlagen.
