Hude - Trübe Stimmung bei den Tischtennisspielern des TV Hude: Zwei folgenschwere 7:9-Niederlagen haben der ersten und der zweiten Mannschaft des TVH in der Herren-Verbandsliga gehörig die Laune verdorben. Während die erste Garnitur durch die bittere Pleite in Dissen am Samstag die Vizemeisterschaft und damit auch den angepeilten Aufstieg in die Oberliga verpasst hat, muss sich die Huder Reserve auf die Teilnahme an der Relegation einstellen.
TV Hude II - TuSG Ritterhude 7:9. Ausgerechnet die Doppel schlugen nach viereinhalb Stunden Spieldauer das Pendel zugunsten von Ritterhude aus. Noch im Vorfeld hatten die Huder den Zeigefinger gehoben und darauf hingewiesen, dass es nicht so schlecht in den Doppeln laufen dürfe wie im Hinspiel. Beim 8:8 im ersten Vergleich hatte Ritterhude sogar alle vier Doppel für sich entschieden, insofern gab es aus Sicht des TVH in diesem Bereich eine minimale Steigerung. Unterm Strich stand das Team dieses Mal aber mit leeren Händen da.
Die Neuauflage verlief in der Halle am Huder Bach am Freitagabend zunächst einseitig, denn Ritterhude erwischte den viel besseren Start und zog auf 5:1 davon. Dietmar Scherf und Christopher Imig stoppten schließlich den Lauf der Gäste und verkürzten auf 3:5. Danach war es eine Partie auf Augenhöhe, der Finn Oestmann und Marco Stüber im oberen Paarkreuz im zweiten Einzeldurchgang ihren Stempel aufdrückten.
Scherf sowie Florian Krabbe zum 7:8 punkteten ebenfalls und ebneten den Gastgebern den Weg ins Schlussdoppel. Oestmann und Stüber kamen in dem so wichtigen letzten Match jedoch überhaupt nicht zurecht und verloren gegen André Binder und Stefan Pankow in vier Sätzen mit 11:7, 6:11, 6:11 und 4:11.
„Leider wird es jetzt ganz schwer werden. Wir werden uns darauf vorbereiten müssen, dass wir im Mai die Relegation spielen“, erklärt TVH-Kapitän Oestmann. Da Ritterhude sein zweites Duell am Wochenende zu Hause gegen Eintracht Hittfeld mit 5:9 abgab, fiel die erhoffte Schützenhilfe für Hude ins Wasser.
Eine kleine Chance gibt es allerdings noch für den TVH, der die Saison mit 13:23 Punkten beendet hat, direkt in der Liga zu bleiben. Hittfeld ist mit 13:19 Punkten derzeit Siebter und hat das um zehn bessere Spielverhältnis.
Verliert Hittfeld seine letzten beiden Partien gegen den Spitzenreiter Oldenburger TB sowie gegen den Tabellenvierten VfL Westercelle und büßt hier sein gutes Spielverhältnis ein, wäre Hude doch noch vorzeitig gerettet und Hittfeld müsste in die Relegation.
TSG Dissen - TV Hude 9:7. Aus der Traum – für die Huder ist das Saisonziel durch die bittere Schlappe beim Tabellenfünften am Samstag jäh geplatzt. Der Schlussakkord wurde für den bisherigen Tabellenzweiten zu einem dramatischen Abend. Florian Henke und Felix Lingenau unterlagen das abschließende Doppel am Ende mit 10:12, 7:11, 11:7 und 9:11 gegen Lutz Heitz und Jannis Lippold.
Zuvor hatten Dietmar Scherf und Christopher Imig im unteren Paarkreuz jeweils mit 11:9 im fünften Satz ihre zweiten Einzel für sich entschieden und die Gäste auf 7:8 herangebracht. Aber selbst ein Unentschieden hätte dem Tabellendritten (26:10 Punkte) unter dem Strich nicht mehr weitergeholfen, da der Konkurrent TSV Lunestedt II (27:9) das deutlich bessere Spielverhältnis hat. Lunestedt gab sich in seinem letzten Punktspiel keine Blöße und zog durch den klaren 9:1-Erfolg beim MTV Jever II an Hude vorbei auf Rang zwei.
Knackpunkt aus Sicht der Gäste waren die Doppel sowie das mittlere Paarkreuz, denn aus diesen Spielen kamen von acht möglichen Punkten nur zwei. Außerdem gingen gleich fünf Partien unglücklich im fünften Satz verloren.
„Für uns hat sich die Saison jetzt leider erledigt, da wir keine Chance mehr haben, an der Relegation teilzunehmen“, sagte Hudes Mannschaftsführer Felix Lingenau.
