HUDE - Über den Umweg der Relegation kann der TV Hude am Sonnabend den Aufstieg in die Tischtennis-Oberliga in die Tat umsetzen. Allerdings ist die Ausgangssituation für den Verbandsliga-Vizemeister alles andere als gut.

Wenn um 10 Uhr gegen den gastgebenden VfL Westercelle die Relegation beginnt, gehen die Huder mit eher gedämpften Erwartungen an die Tische. Voraussichtlich steht dem TVH mit Immanuel Mieschendahl der eigene Spitzenspieler aus beruflichen Gründen nur in einer der beiden Partien zur Verfügung. Den absoluten Leistungsträger würde mit Moritz Tschörtner die Nummer eins der zweiten Mannschaft ersetzen.

Um möglichst ausgeruht antreten zu können, zieht der TV Hude eine Übernachtung in einer örtlichen Pension in Celle der Anreise in den frühen Morgenstunden vor. „Wir sind gegen Westercelle zwar Außenseiter, sehen uns aber nicht in einer völlig aussichtslosen Situation. Daher legen wir schon sehr viel Wert auf eine möglichst optimale Vorbereitung“, sagt TVH-Urgestein Felix Lingenau: „Die Basis haben wir im Training gelegt, nun müssen wir in der Relegation sehen, was möglich ist.“

Neben dem Oberliga-Achten bekommt es der Turnverein mit Eintracht Bledeln, Tabellenzweiter der Verbandsliga Süd, zu tun. „Westercelle hat die besten Karten, aber gegen Bledeln sehe ich uns in etwa auf Augenhöhe“, glaubt Lingenau.

Auf die Hausherren traf der TVH zuletzt in der Verbandsliga-Saison 2009/2010, die die Westerceller als Tabellenzweiter zum Sprung in die Oberliga nutzten. Hude wurde in dem Jahr Sechster und hatte gegen den VfL mit 5:9 und 6:9 das Nachsehen. Aus der damaligen Westerceller Auswahl sind mit Fabian Finkendey, Christoph Bruns und Lukas Brinkop immerhin noch drei Akteure auch am Sonnabend dabei.

Im Modus Jeder gegen Jeden gehen alle drei Begegnungen am Sonnabend ab 10 Uhr innerhalb eines Tages in Westercelle über die Bühne. Nach dem Auftaktmatch zwischen Westercelle und Hude muss der Verlierer des Vergleichs im Anschluss ab 14 Uhr gegen Bledeln an die Tische. Die Vorzeichen sind eindeutig: Lediglich der Erste der Dreier-Runde hat einen Startplatz in der nächsten Oberliga-Saison sicher.