HUDE - Bereits aus der Entfernung vernimmt man das Quietschen der Hallenschuhe auf dem Parkett der Halle am Steinacker in Ganderkesee. Die vier Schützlinge der 1. Tischtennis-Schülermannschaft des TV Hude benötigen keine zwei Minuten, um sich umzuziehen und für ihren nächsten Liga-Auftritt startklar zu machen. In beeindruckendem Tempo spielen sich dann bereits Jonas Schrader und Mika Sievers die Bälle zu. Während es für den Tischtennis-Oberligisten TV Hude nach dem Aufstieg in diesem Jahr in der neuen Spielklasse bisher eher durchwachsen läuft, sorgen die Schüler des Vereins in ihrem ersten Jahr in der Bezirksliga, der höchsten Junioren-Spielklasse, für Furore. Nach vier Spieltagen stehen die Jugendlichen auf Platz eins, neben drei errungenen Siegen steht erst ein Remis zu Buche. „Wir haben uns für diese Saison viel vorgenommen. Am Ende sollte es für Platz zwei oder drei reichen. Derzeit läuft es bei uns aber einfach rund“, sagt Tom Kirstein.
Der 14-Jährige steht bereits seit drei Jahren für den TVH an den Tischtennisplatten dieser Region. Sein Gegenüber Aljoscha Meyer greift bereits doppelt so lange zum Schläger. Mit Felix Lingenau, dem Topspieler der Senioren-Mannschaft, haben sie einen Trainer an ihrer Seite, der die Talente fördert und fordert. „Natürlich schauen wir uns von ihm noch das ein oder andere ab“, sagt Aljoscha.
Am Nebentisch spielen sich derweil die beiden Youngsters des Vierergespanns warm. Der überragende zwölfjährige Jonas Schrader (Felix Lingenau: „Vermutlich gehört er zu den besten drei Spielern dieser Liga“) hat vor dieser Saison den gleichaltrigen Mika Sievers zur Seite gestellt bekommen. Sievers kam aus Neerstedt zum TVH. „Eigentlich sollte es nur ein Ausleihgeschäft werden“, schmunzelt Lingenau. Gut möglich, dass hieraus noch eine längere Liaison entsteht.
Als Saisonziel hat die junge Mannschaft einen Platz im oberen Tabellendrittel ausgegeben. Als Favorit Nummer eins dieser Liga hat der TV Hude die TSG Dissen ausgemacht, die bisher ihre drei Spiele deutlich gewinnen konnte. Verstecken müssen sich die Huder indes nicht. Und wer weiß, vielleicht spielt einer von ihnen früher oder später Mal an der Seite ihres Mentors Felix Lingenau.
