HUDE - Der Uhrzeiger dreht sich auch in Hude weiter. Viel Zeit, der Oberliga die eine oder andere Träne nachzuweinen, gönnte sich der aus der vierthöchsten Tischtennis-Liga abgestiegene TV Hude nicht. 24 Stunden nach der alles entscheidenden 5:9-Niederlage bei der TTSG Wennigsen (die NWZ berichtete) wurden bereits die Weichen für die Zukunft gestellt.

„Nach einer tollen Hinrunde, in der wir uns eine sehr gute Ausgangsposition erspielt hatten, boten sich uns in der Rückrunde genügend Chancen, die nötigen Punkte einzufahren und den Klassenerhalt zu packen. Leider haben wir diese fast konsequent nicht genutzt und nahezu jeden fünften Satz verloren“, führt Felix Lingenau den Hauptgrund dafür an, dass das Saisonziel verpasst wurde. In der zweiten Halbserie war der TVH, der nach dem verlorenen „Finale“ in Wennigsen in der Endabrechnung sogar noch auf den vorletzten Rang abrutschte, mit nur 4:18 Punkten die schwächste Mannschaft. „Mit unserer Rückrundenleistung können wir sicher nicht zufrieden sein, es war deutlich mehr drin“, meinte Lingenau.

Als Hudes Abteilungsleiter Bernd Hedenkamp am Montagmorgen „Irland-Import“ Peter Graham letztmals nach Bremen zum Flughafen brachte, waren einige wichtige Entscheidungen für die nächste Serie in trockenen Tüchern. Während Graham den Klub in Richtung Frankreich verlässt, soll eine schlagkräftige und voraussichtlich wenig veränderte Truppe um Lingenau in der Verbandsliga ins Rennen gehen. „Es haben zuletzt auch einige Spieler von anderen Vereinen bei uns angefragt, um möglicherweise zu uns zu wechseln. Aus verschiedenen Gründen kam es aber nicht dazu“, so Lingenau. Positiv sei aber, „dass wir einerseits zu einer guten Adresse geworden sind und sich spielstarke Leute für uns interessieren“. Auf der anderen Seite sei der Verein „aber so gut aufgestellt, dass wir nicht auf den nächstbesten auswärtigen Spieler angewiesen sind. Auch mit eigenen Kräften können wir in der Verbandsliga ganz oben mitmischen. Warten wir einmal ab, was noch passiert. Die Wechselfrist endet schließlich erst am 31.

Mai.“

Die Einzel-Bilanzen in der Rückrunde: Felix Lingenau 9:13, Peter Graham 6:14, Alexander Dimitriou 6:12, Maik Neumann 3:13, Michael Helmers 3:3, Christoph Lindemann 6:9, Marco Stüber 5:3