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Tischtennis Weißer Zelluloidball spielt Hauptrolle

Guido Finke

HUDE - Er ist der „Mister Tischtennis“ des TV Hude – doch die Symbolfigur des Vereins muss seit geraumer Zeit sportlich kürzer treten. Am 16. Februar begann für Felix Lingenau ein neuer Lebensabschnitt. Er arbeitet inzwischen beim Deutschen Tischtennis-Bund (DTTB) in Frankfurt und ist dort Referent für Leistungssport. Eine spannende neue Aufgabe für den gebürtigen Hessen.

„In der kurzen Zeit, seit ich meinen neuen Job habe, ist schon sehr viel passiert. Ich habe einige aufregende Wochen hinter mir“, berichtet Lingenau. Der 30-Jährige steht in der Zentrale des DTTB – direkt neben der Frankfurter Fußball-Arena gelegen – unter anderem als Ansprechpartner für die deutschen Nationalmannschaften im Erwachsenenbereich zur Verfügung.

Großes Tätigkeitsfeld

„Das Tätigkeitsfeld ist groß. Ich bin unter anderem zuständig für Hotelreservierungen der Nationalspieler bei Auslandseinsätzen, korrespondiere mit anderen Verbänden und organisiere auch die großen Turniere in Deutschland“, gewährt der Verbandsligaspieler des TVH einen Einblick in seinen Arbeitsbereich.

Lingenau, der im vergangenen Jahr sein Studium in Sportwissenschaften erfolgreich abgeschlossen hat, erhielt im Januar die Möglichkeit, beim Deutschen Ruder-Verband in Hannover eine befristete Stelle im organisatorischen Bereich anzutreten. Der Zufall wollte es, dass der Tischtennis-Verband in Frankfurt eine ähnliche Position und für einen längeren Zeitraum zu besetzen hatte – und zwar möglichst kurzfristig. „Es gab etwa 80 Bewerber, gegen die ich mich letztlich durchsetzen konnte. Zwei Tage nach dem Vorstellungsgespräch bekam ich den Anruf mit der Zusage“, so Lingenau.

Danach ging alles ganz schnell: Kündigung beim Ruder-Verband, Umzug nach Frankfurt – und natürlich schrillten kurzzeitig beim TV Hude alle Alarmsirenen. Dem Verein drohte der herbe Verlust der langjährigen Nummer eins, die auch im Jugendbereich die Fäden zieht. „Ich kann alle beruhigen: Ich werde weiter für den TVH spielen und strebe auch an, in der nächsten Saison alle Spiele mitzumachen“, betont er. In dieser Rückrunde stand der mittlerweile als Abwehrspieler gefürchtete Lingenau vier Mal nicht zur Verfügung. „Die Termine ließen sich nicht mehr verrücken. Ich musste mich einarbeiten und war bei den Deutschen Meisterschaften in Trier sowie bei den German Open in Berlin beruflich im Einsatz.“ Über die Ergebnisse seiner Mannschaft wurde er aber selbstverständlich immer auf dem Laufenden gehalten.

Der Kontrast ist groß – auf der einen Seite im ständigen Kontakt mit Weltklassespielern wie Timo Boll und Co., und auf der anderen Seite aktiv für „seinen“ TV Hude. Im Leben von Felix Lingenau spielt der kleine weiße Zelluloidball die absolute Hauptrolle. Er hat somit seinen Traumberuf gefunden, obwohl die Arbeit sich anspruchsvoll und zeitintensiv gestaltet. Etliche Überstunden und durchgearbeitete Wochenenden gehören zum Alltag. Auch muss er nach eigener Aussage noch viel lernen, „denn die Größenordnung der Projekte, mit denen ich mich beim DTTB beschäftige, ist viel größer als die vom Verein gewohnten.“ So muss er sich auch auf Sonderwünsche einiger Profis einstellen. „Einmal kam Nationalspieler Dimitrij Ovtcharov in die DTTB-Zentrale und fragte, ob ihn jemand zum Flughafen bringen könne.“

Organisator der DM-Turniere

Eine Aufgabe wird Lingenau, der zufällig auch in der Mainmetropole geboren wurde, besonders gerne übernehmen. Er ist nämlich auch für die Organisation der deutschen Senioren-Meisterschaften zuständig, für die sich sein Huder Teamkollege Marco Stüber kürzlich qualifiziert hat. „Ich hoffe, ich habe ein glückliches Händchen für ihn bei der Auslosung“, lächelt Lingenau und freut sich schon auf die Veranstaltung Ende Mai in Berlin.

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