HUDE - Besser hätte es für den TV Hude nicht laufen können. Mit zwei 9:2-Siegen gegen den TSV Venne bleibt das Verbandsliga-Team mit 7:1 Punkten ungeschlagen in der Erfolgsspur. Die Huder setzten sich am Sonnabend gegen den Tabellenletzten durch. Am Sonntag gelang ihnen ein mehr als überzeugender Triumph beim bisher so starken Aufsteiger TSG Lamstedt.
„Die 24 Stunden der Wahrheit“, so die Überschrift der Huder in ihrem ausgelegten Infoblatt zum Heimspiel gegen Venne, begannen mit einem einseitigen Match. Das Schlusslicht musste kurzfristig mit Fritz Titgemeyer die Nummer vier ersetzen. Und da die zweite Mannschaft ebenfalls aktiv war, tauchte der krasse Außenseiter mit lediglich fünf Akteuren am Huder Bach auf. „Nichtsdestotrotz wollen wir versuchen, so gut es geht mitzuhalten. Vier Stunden wird es heute aber wohl nicht dauern“, sagte Gäste-Kapitän Klaus Hellmann bei der Begrüßung mit einem Augenzwinkern.
Schon vor dem ersten Aufschlag des Duells war klar, dass es im Grunde nur um die Höhe des Huder Erfolges geht. Denn allein durch das Fehlen eines Venner Spielers wurden dem TVH von vornherein zwei kampflose Partien – ein Doppel und ein Einzel – gutgeschrieben. Sogar ein dritter Zähler wäre hinzugekommen, wenn es am Ende eng geworden wäre, aber soweit kam es nicht. Zu klar war die Dominanz des ebenfalls dezimierten Titelanwärters, der Andre Finke als Ersatzmann für den erkrankten Alex Dimitriou aufbot.
Gegen den erst 13 Jahre alten Oliver Tüpker musste sich Finke ebenso in vier Sätzen geschlagen geben wie Simon Pohl gegen den guten Daniel Decker. Alle weiteren Begegnungen, darunter auch das Fünfsatz-Match von Immanuel Mieschendahl gegen Abwehrkünstler Klaus Hellmann, strichen die Gastgeber ein. Nach weniger als zwei Stunden war der Heimsieg unter Dach und Fach.
„Gut, dass wir mal ein Spiel hatten, in dem unsere Nerven nicht so strapaziert wurden“, sagte Marco Stüber. Gegen Michael Kühn platzte bei dem 40-Jährigen nach zuvor vier Einzel-Niederlagen endlich der Knoten.
Mit viel Elan ging es für die Huder am Sonntag nach Lamstedt in den Landkreis Cuxhaven. Die Gastgeber hatten zuvor mit drei Unentschieden auf sich aufmerksam gemacht – der TVH war also gewarnt. Wieder mit dem genesenen Dimitriou eilte der Favorit nach einem 3:0 nach den Doppeln davon. Und auch im Anschluss ließ der Turnverein vor 50 Zuschauern nichts anbrennen. Heraus ragte in den Einzeln allen voran Immanuel Mieschendahl mit einem 3:1 gegen den zuvor noch unbesiegten früheren Regionalligaspieler Frank Mauritius.
TVH – Venne 9:2. Stüber/Imig – M. Titgemeyer/Decker 3:2 (9:11, 4:11, 11:9, 11:6, 11:4), Mieschendahl/Lingenau – Hellmann/Kühn 3:1 (8:11, 11:4, 11:6, 11:7), Pohl/Finke kampflos, Mieschendahl – Manfred Titgemeyer 3:0 (11:5, 11:9, 11:5), Lingenau – Hellmann 3:0 (11:8, 11:9, 13:11), Pohl – Decker 1:3 (8:11, 13:11, 9:11, 7:11), Stüber – Kühn 3:0 (11:8, 11:6, 11:5), Imig kampflos, Finke – Küpker 1:3 (9:11, 9:11, 12:10, 7:11), Mieschendahl – Hellmann 3:2 (11:13, 11:6, 7:11, 11:3, 11:4), Lingenau – Titgemeyer 3:0 (11:6, 11:6, 11:6).
Lamstedt – TVH 9:2. Mauritius/Czesinski – Pohl/Dimitriou 2:3 (8:11, 9:11, 11:8, 11:7, 7:11), Meyer/Grefe – Mieschendahl/Lingenau 1:3 (11:7, 9:11, 6:11, 9:11), Schlake/Reuwer – Stüber/Imig 1:3 (11:8, 3:11, 10:12, 9:11), Mauritius – Lingenau 3:0 (11:4, 11:7, 12:10), Meyer – Mieschendahl 2:3 (11:9, 12:10, 7:11, 7:11, 3:11), Schlake – Stüber 3:2 (5:11, 11:6, 11:7, 6:11, 11:4), Grefe – Pohl 1:3 (5:11, 11:9, 8:11, 9:11), Reuwer – Imig 2:3 (12:14, 10:12, 11:7, 11:5, 6:11), Czesinski – Dimitriou 0:3 (9:11, 7:11, 5:11), Mauritius – Mieschendahl 1:3 (8:11, 8:11, 11:8, 6:11), Meyer – Lingenau 0:3 (7:11, 11:13, 4:11).
