Hude - Schwächelnder Aufsteiger gegen den amtierenden Spitzenreiter – so lautet das Duell, wenn der TV Hude an diesem Sonntag zu ungewohnt früher Zeit gegen den TSV Schwalbe Tündern in der Tischtennis-Oberliga aufschlägt. Die Reserve des TV Hude steht am Sonnabend an eigener Halle vor dem Einstreichen der Landesliga-Herbstmeisterschaft.

Oberliga: TV Hude - TSV Schwalbe Tündern (Sonntag, 10.30 Uhr, Sporthalle Huder Bach). Zwar steht der inzwischen auf Rang sieben in der Weltrangliste vorgepreschte deutsche Nationalspieler Dimitrij Ovtcharov nicht mehr für seinen Heimatverein am Tisch, doch auch ohne ihren namhaftem Ex-Spieler reist Tündern als klarer Favorit nach Hude. „Wir spielen gegen den designierten Meister. Ich sehe uns klar in der Außenseiterrolle“, sagt Hudes Felix Lingenau vor dem letzten Auftritt in der Hinrunde. Zuletzt hatte der Turnverein das Glück nicht gerade auf seiner Seite und war viermal knapp unterlegen. Da die Punkte jeweils der Gegner einstreichen konnte, purzelte der Aufsteiger in der Tabelle mit 6:10 Punkten auf den achten Platz – nur eine Position vor den Abstiegsrängen.

Die Gäste aus dem Harz profitieren unter anderem vom starken Ausnahmetalent Dwain Schwarzer. Der 17-Jährige kommt im oberen Paarkreuz auf eine herausragende 12:4-Bilanz und wurde Dritter beim „Top 16“-Bundesranglistenturnier der Jungen. Ebenfalls eine 12:4-Ausbeute hat Christos Iliadis (Nummer drei). Der einzige vermeintliche Schwachpunkt ist derzeit Martin Bouska, denn die Nummer eins kommt auf eine negative 6:10-Serie.

Hude wird sich also mächtig strecken müssen und muss am Sonntag zu früher Stunde hellwach sein, um dem Titelaspiranten (14:2 Punkte) ein Bein zu stellen. „Wir würden uns freuen, noch einmal vor vollem Haus spielen zu dürfen. Vielleicht gelingt uns ja auch wieder eine Überraschung, wie schon zum Saisonauftakt gegen den Mitfavoriten aus Hattorf“, erinnert Lingenau an den 9:5-Paukenschlag am ersten Spieltag.

Landesliga: TV Hude II - Union Meppen (Sonnabend, 16 Uhr, Sporthalle Hohelucht). Die Männer aus dem Klosterort befinden sich zwar punktgleich mit Olympia Laxten an der Tabellenspitze, weisen aber das deutlich bessere Spielverhältnis auf, so dass selbst ein knapper Heimerfolg gegen die Emsländer, die als Schlusslicht anreisen, zum Überwintern auf dem Platz an der Sonne reicht. Gleich zwei tolle Serien können auch nach neun Partien Bestand haben: Sowohl das Doppel Patrick Gerken/Tobias Steinbrenner als auch Patrick Gerken im Einzel sind in der kompletten Hinserie bislang ungeschlagen. Dass es so bleibt, dafür wollen die Huder am Sonnabend sorgen.