Hude - Was gerade aussieht wie wildes, ungeplantes Umhergelaufe ist eigentlich ein Auftrag: „Rennt so schnell ihr könnt durch die ganze Halle. Aber passt gut auf und lauft nicht ineinander“, mahnt „Bürste“. Bürste heißt eigentlich Janne Siemer. Er ist der Übungsleiter der rund 20 Vorschulkinder vom Evangelischen Kindergarten, die am Dienstagmorgen in die Jahnhalle des TV Hude gekommen waren, um die Prüfung zu ihrem „Mini-Sportabzeichen“ abzulegen.
Bewegungsdrang ausleben
Zum ersten Mal bot der TV Hude dieses Abzeichen für drei- bis sechsjährige Kinder an. Angelehnt an das Deutsche Olympische Sportabzeichen des Landessportbundes können die Vorschulkinder ihren Bewegungsdrang ausleben und an sechs Stationen ihre Geschicklichkeit, die Balance oder ihre Lauffähigkeiten beweisen. Je nach Entwicklungsstand, Alter und Können des jeweiligen Kindes können die Aufgaben modifiziert und angepasst werden.
Kindgerechte Geschichte
Eingebettet ist die Prüfung zum Mini-Sportabzeichen in eine kindgerechte Geschichte: Alle Kinder sollen dem Hasen Hoppel und dem Igel Bürste auf ihrem Weg durch einen alten Eichenwald helfen, verschiedene Abenteuer zu meistern. Ihr Ziel ist die Geburtstagsparty ihrer Freundin, der Eule. Sie sammeln Verpflegung, überqueren Flüsse und Sümpfe und treffen auf das Wildschwein Grunz, um letztendlich gemeinsam ausgelassen zu feiern.
In eine Geschichte eingebettet, absolvieren die drei- bis sechsjährigen Kinder sechs Stationen, um das Mini-Sportabzeichen zu „bestehen“.
Die Übungen orientieren sich an elementaren Grundfertigkeiten wie zum Beispiel Laufen, Rollen, Balancieren oder Werfen.
Die Erlebnisse entsprechen dem natürlichen, kindlichen Bewegungsdrang und sollen vor allem Spaß machen.
Diese Einladung zur Bewegung ist wichtig, weil die Lebenswelt vieler Kinder diese Gelegenheiten heute nur noch selten bietet.
Sandra Aichele ist vom geschäftsführenden Vorstand des Sportvereines und froh über den ersten Durchlauf: „Es hat super geklappt, alle Kinder waren sehr motiviert und wollten unbedingt wissen, was ihre Aufgabe an den Stationen ist. Klasse, so macht das Spaß.“
Urkunde als Belohnung
Betreut wurden die Kinder von ihren Erziehern Anke Jacobs, Miriam Haverkamp, Andrea Wesemann und Jens Pielok. Aber auch zwei junge Männer, die gerade ein Freiwilliges Soziales Jahr absolvieren – Jonas Trmac und Justus Pille – halfen bei den Sportübungen.
Wie beim „richtigen“ Sportabzeichen, erhalten die Kinder am Ende eine Belohnung in Form einer Urkunde und eines Abzeichens, das auf ein Kleidungsstück gebügelt werden kann.
