HUDE - Im fortgeschrittenen Alter Sport auf dem Trampolin zu treiben, ist kein Ding der Unmöglichkeit – im Gegenteil. Das stellte die Präventologin Karoline Dieball am Mittwoch beim Treffen der Landfrauen Neuenkoop in der Gaststätte „Ton drögen Schinken“ klar.
Sie hatte Trampoline im Gepäck und ließ die Gastgeberinnen auch aufsteigen. Schließlich wollte die Wiefelstederin nicht nur ihren Vortrag „Bewegungs- und Ernährungsbegleitung 50 plus“ halten, sie wollte auch zeigen, wie einfach ihre Methode ist.
In Kombination mit richtiger Ernährung und Entspannung sei die Arbeit mit dem Trampolin die effektivste Methode, um fit zu bleiben oder abzunehmen. Karoline Dieball kennt sich mit allen Altersklassen aus und weiß, dass viele ältere Menschen Schwierigkeiten haben, die passende Bewegungsform zu finden. „Es gibt aber ein paar einfache Dinge, mit denen man seine Lebensweise ändern kann“, sagte sie. Dazu zählen zum Beispiel Übungen auf dem Trampolin: kleine Schritte oder leichtes Wippen – gerne auch an der Haltestange. „15 Minuten sind so effektiv wie 40 Minuten joggen zu gehen“, erklärte Karoline Dieball.
Die Referentin ist Kinderkrankenschwester, hat aber eine einjährige Ausbildung zur Präventologin absolviert. Der Begriff kommt von dem Wort Prävention, also Vorbeugen. Mit ihrem Programm will sie genau das erreichen: Die Gäste sollen sich durch richtiges Verhalten um die eigene Gesundheit kümmern. „Es ist wenig Aufwand“, erklärte sie.
Schließlich gelte es neben den 15 Minuten auf dem Trampolin nur kleine Ernährungsregeln einzuhalten. Sie nannte Maßnahmen, durch die ein großer Erfolg erzielt werden kann. Zum Beispiel sei Glucose wichtig für die Atmung, die Herztätigkeit oder auch fürs Gehirn. Außerdem solle man darauf achten, Produkte zu sich zu nehmen, die wenig Insulin zum Abbau benötigen – beispielsweise Äpfel oder Paprikaschoten. „Hat der Körper zu viel Insulin, kann er kein Fett abbauen“, sagte Karoline Dieball, die auch Kurse an der VHS Ammerland anbietet. Sie gibt sogar zu, dass auch sie zur Weihnachtszeit gerne Schokolade ist. „Das macht nichts, wichtig ist, viel über sein Verhalten nachzudenken“, so Karoline Dieball. Denn wenn es nur noch Schokolade gibt, dann hilft wohl auch das Trampolin nicht mehr.
