HUDE - Die Überraschung ist Norbert Hahn gelungen: Als am Donnerstagabend in der Jahreshauptversammlung des Turnvereins Hude nach Vorschlägen zur Besetzung des seit einem Jahr verwaisten Amts des 2. Vorsitzenden gefragt wurde, meldete sich das 47-jährige Neu-Mitglied forsch zu Wort: „Ich möchte mich selber vorschlagen.“ Der gebürtige Rheinländer wohnt seit September vorigen Jahres in der Klostergemeinde und ist seit Februar Mitglied im TV Hude. „Wenn ich Mitglied bin, dann will ich auch etwas bewegen. Und das geht nur über ehrenamtliches Engagement“, erläuterte der Bankkaufmann und bekennende Fan des FC St. Pauli seine Motivation. Die 45 anwesenden Mitglieder vernahmen die Bewerbungsrede zwar erstaunt, aber mit großem Wohlwollen: Sie wählten Norbert Hahn einstimmig für drei Jahre zum Stellvertreter von Vereinschef Dieter Holsten.
Ebenfalls einmütig bestimmte die Versammlung Edith Janßen zur neuen Kassenwartin. Die Steuerfachgehilfin aus Wüsting tritt die Nachfolge von Ute Franke an, die ihr Amt aus gesundheitlichen Gründen zur Verfügung stellte. Als 1. Beisitzerin wurde Lisa Aschmoneit wiedergewählt.
Eines der wichtigsten Themen in 2008 wird die Planung für den Bau neuer Multifunktionsräume am Huder Bach sein, kündigte Dieter Holsten an. Ziel sei die Schaffung zusätzlicher Übungsstätten für den Kursbetrieb, den Gesundheits-, Fitness- und Tanzsport. Durch die Beteiligung der Fußballvereine FC Hude und TuS Vielstedt, die nach derzeitigem Stand im Erdgeschoss sechs bis acht zusätzliche Umkleideräume schaffen wollen, erwartet Holsten eine Entspannung der „zeitweise chaotischen Umkleidesituation.“ Im oberen Bereich des Baus will der TV Hude ein Fitness-Studio einrichten und der in verschiedenen Lokalen übenden Tanzabteilung eine Heimat geben. Auch ein Raum für die künftig zu verstärkende Seniorenarbeit soll geschaffen werden – hierbei ist eine Gemeinschaftsnutzung mit der Reha-Sportgruppe angedacht. Die Vereine wollen sich die Finanzierung teilen und hoffen auf Zuschüsse vom Landessportbund und Landkreis Oldenburg. „Bis 2011 muss das Projekt durch sein“, so Holsten.
Sorgen bereitet dem TV Hude der Energieverbrauch in der Jahnhalle – deshalb hat man die Zusammenarbeit mit dem Regionalen Umweltbildungszentrum Hollen aufgenommen, das ein Energiesparmodell für Sportstätten entwickelt hat.
Meistertitel für die Leichtathleten
