HUDE - Die Mitglieder blickten auf eine erfolgreiche Spielsaison zurück. Drei Mannschaften konnten im Sommer aufsteigen.
Von Janina Meyer
HUDE - „Jetzt wird’s langsam dramatisch.“ Mit diesen Worten bereitete der Vorsitzender des Huder Tennis Vereins (HTV), Folkert Hoffmann, die Mitglieder bei der Jahreshauptversammlung am Donnerstagabend auf einen heiklen Tagesordnungspunkt vor: Die Vorstandswahlen. In einer eindringlichen Rede appellierte er an die Anwesenden im Vereinsheim, ehrenamtliche Arbeiten – „auch in der ersten Reihe“ – zu übernehmen. „Bringt Euch ein, übernehmt Verantwortung und zeigt Engagement“, lautete seine Bitte.Hintergrund dieses Appells ist die mangelnde Bereitschaft vieler, sich für Vorstandsposten zu bewerben. So ist zum Beispiel das Amt des Jugendwarts nicht besetzt. Auch am Donnerstag gelang es Hoffmann nicht, dafür einen engagierten Kandidaten zu finden. Darum kümmert sich der Vorsitzende jetzt selbst nebenbei um die Jugendarbeit. Bei einer außerordentlichen Mitgliederversammlung vor den Sommerferien soll dieser Notstand aber beseitigt und der Vorstand „neu organisiert“ werden.
Dieser wurde bei den Wahlen fast komplett bestätigt. So bleibt Hoffmann nach einstimmigen Votum der Wähler Vorsitzender. Schriftführerin Renate Bolte, Sportwart Wolfgang Martens, Pressewart Kurt Werner und Anlagenwart Heinrich Dettmers wurden ebenso einstimmig wiedergewählt. Gerlinde Werner löst als neue Kassenwartin Ingrid Gieseke ab. Neue Kassenprüferin ist Hilke Kümpel , die damit in die Fußstapfen von Heiko Sander tritt.
Neben den Wahlen sorgten aber auch die Jahresberichte für Gesprächsstoff. Auf eine „erfolgreiche Saison“ blickte Sportwart Wolfgang Martens zurück. Insgesamt acht Mannschaften waren im Sommer (davon sind drei Aufsteiger) und vier im Winter (davon ebenfalls zwei Aufsteiger) gemeldet. Viele der veranstalteten Turniere seien sehr gut angenommen worden. Allerdings gäbe es auch „zwei Negativbeispiele“ zu beklagen, das Ehepaar-Turnier und das Mix-Turnier, bei denen sich keine oder zu wenig Spieler angemeldet hätten. Mehr Engagement sei auch hier gewünscht. Auch Platzwart Heinrich Dettmers hatte Grund zur Kritik. So gebe es zu wenig „Arbeitswillige“ , die sich um die Anlagen kümmerten. Für viel Gelächter sorgte dagegen sein Bericht über die „Maulis“, also die vielen Maulwürfe, die sich regelmäßig durch die Tennisplätze wühlten. Kassenwartin Ingrid Gieseke betonte in ihrem Bericht, dass man gut gewirtschaftet habe. Insgesamt konnte sie eine Überschuss von 94 Euro verbuchen.
Daneben gab Hoffmann die geplanten Veranstaltungen für die Jugendabteilung bekannt, wie unter anderem eine Kanu-Tour, eine Feriencamp und ein Besuch des „Rothenbaums“ in Hamburg. Zudem verkündet er noch eine Neuigkeit: Das Vereinsheft wird eingestellt. Mit der Homepage des Tennisvereins sei man besser und vor allem viel aktueller aufgestellt. Und noch etwas ist neu. Ab Mai wird es eine feste Bürozeit im Geschäftszimmer geben: jeden Donnerstag von 17 bis 19 Uhr, 04408/7374. Zudem plane man einen „Tag der offenen Tür“ am 6. Mai, der noch größer als im vergangenen Jahr asufallen soll , als der Verein sein 50-jähriges Jubiläum feierte.
