Hude - Noch im Mai hatte der TV Hude das Relegationsspiel gegen den TSV Hagenburg mit 9:4 gewonnen und damit den Klassenerhalt in der Tischtennis-Oberliga realisiert. Da auch Hagenburg den Sprung in die fünfthöchste Liga schaffte, stehen sich die beiden Teams auch in dieser Spielzeit gegenüber. Das erste Aufeinandertreffen fand nun am Sonntagabend in Hagenburg statt. Im Kreis Schaumburg ging es fast viereinhalb Stunden lang hin und her. Nach einer überzeugenden Darbietung entführte der TVH ein 8:8-Unentschieden – ein wertvoller Punktgewinn für den Klassenerhalt.

Auch wenn die Erinnerungen an den Sieg in der Relegation noch frisch sind, haben sich die Vorzeichen vor dem Wiedersehen völlig verändert. Hagenburg bekam mit dem 16-jährigen Litauer Rimas Lesiv eine erhebliche Verstärkung und eroberte die Oberliga nach fünf Spielen und 8:2 Punkten im Sturm. Dagegen krempelte Hude seine Mannschaft um und spielt erneut gegen den Abstieg. Obendrein musste der Turnverein am Sonntag erneut studienbedingt auf Christopher Imig verzichten. Insofern ist das erreichte Remis besonders hoch einzuschätzen, wenngleich der TVH mit 8:7 ins Schlussdoppel ging und auch das Satzverhältnis am Ende mit 37:33 für die Huder sprach.

Als Ersatzkraft Moritz Tschörtner das letzte Einzel des Abends gegen Daniel Degener mühelos gewann, traten Kleinert und Stüber zum Showdown gegen den dreimaligen Gehörlosen-Europameister Gintautas Juchna mit seinem Landsmann, dem litauischen Nationalspieler Andrius Preidzius, an. In dem hochklassigen Spiel ließen sich die aufopferungsvoll kämpfenden Huder nicht von dem osteuropäischen Gespann abschütteln und gestalteten das Duell bis zum finalen Ballwechsel ausgeglichen. Im fünften Satz lagen Kleinert und Stüber schon mit 2:5 und 7:10 hinten, waren nach Abwehr zweier Matchbälle aber wieder dran. Der nächste Punkt ging allerdings zum 8:8-Endstand an die Gastgeber.

Für Stüber war es ein Deja-vu, denn auch in seinem Einzel gegen Nils Bleidistel hatte er mit 9:11 im fünften Durchgang das Nachsehen. Mit dem gleichen Resultat verlor auch Tschörtner gegen Bleidistel, der somit zum gefeierten Mann der Hagenburger avancierte. Beim TVH verdienten sich Kleinert, der Juchna die erste Saisonniederlage verpasste, sowie der in der Mitte ungeschlagene Tobias Steinbrenner Bestnoten. Auch das Doppel drei mit Steinbrenner/Tschörtner glänzte.

„Im unteren Paarkreuz hätten wir gegen Bleidistel zumindest einmal punkten müssen. Das war wohl der Knackpunkt, dass wir nicht gewonnen haben“, sagte Tschörtner. „Für uns war es auf jeden Fall ein verlorener Punkt, wir waren dichter dran am Erfolg als Hagenburg.“

Hude legt nun eine dreiwöchige Pause ein. Das Team rangiert als Sechster knapp vor der Abstiegszone.