Hude - Auch das letzte noch fehlende Mosaiksteinchen hat der TV Hude III in lässiger Manier in sein Gesamtwerk eingefügt: Mit dem 9:3-Sieg im Spitzenspiel gegen den BV Essen ist dem Tabellenführer die Meisterschaft in der Tischtennis-Bezirksliga Ost der Männer nicht mehr zu nehmen. Makellose 34:0 Punkte bedeuten den vorzeitigen Titel und den Aufstieg in die Bezirksoberliga. Weniger Grund zur Freude gab es am Wochenende dagegen bei Hude IV und der TSG Hatten-Sandkrug.
TV Hude III - BV Essen 9:3. Am Sonnabend um kurz vor 18 Uhr war es endlich soweit: Die Huder Überflieger durften nach dem überraschend deutlichen Erfolg im Gipfeltreffen die Korken knallen lassen. In beeindruckender Manier spazierte die Mannschaft durch die bisherigen 17 Ligaspiele und musste nur beim hart erkämpften 9:7-Erfolg in der Hinrunde in Essen um den Sieg zittern.
Angeführt vom glänzend aufgelegten Trio Moritz Tschörtner, Giuseppe Castiglione und Nils Werner führte der frischgebackene Meister von Beginn an und ließ den ohne den verletzten Martin Hackmann (Nummer zwei) angereisten Gästen nicht den Hauch einer Chance. Nach den Doppeln hieß es 2:1 für Hude, danach steuerte das Team einem ungefährdeten Schützenfest und einer rauschenden Aufstiegsfeier entgegen. „Entscheidend war, dass das Doppel drei gekommen ist und ich meine Formkrise überwunden habe“, sagte TVH-Kapitän Castiglione. Zudem habe seine Mannschaft „natürlich auch vom Essener Verletzungspech profitiert“.
Ziel erfüllt
„Der Aufstieg war von Anfang an unser Ziel, damit im Verein die Lücke zwischen zweiter und dritter Mannschaft etwas geschlossen wird“, freut sich Castiglione über den Titel. Im kommenden Jahr wird Hude III „nur“ noch zwei Ligen tiefer als die zweite Vertretung spielen. Durch eine schwere Verletzung fiel Stefan Warfelmann nahezu die gesamte Saison über aus, dennoch schaffte es der Turnverein auf dem Meisterschaftsthron. „Das war tragisch, aber mit einem tollen Zusammenhalt, starken Doppeln und unseren Leistungsträgern Moritz Tschörtner und Nils Werner haben wir uns durchgesetzt“, erklärte Castiglione.
Emotionaler Höhepunkt
Emotionaler Höhepunkt war die Verabschiedung von Jörg Severin. Der Noppenspezialist wechselt zur kommenden Spielzeit – nach 14 Jahren beim TV Hude – wieder zu seinem Heimatverein TSV Farge-Rekum. Von seinen Mitspielern bekam er als Andenken eine Jacke sowie ein Schlägerholz mit Unterschriften seiner Teamkollegen.
Die Huder „Ehrenrunde“ steigt nun gegen die TSG Hatten-Sandkrug. Das letzte Saisonspiel des TVH-Sextetts findet am 9. April statt.
Doch nicht nur im Punktspielbetrieb läuft es für den TV Hude III rund: Im Bezirkspokal gelang am Montagabend im Herren-B-Wettbewerb mit einem 5:3 gegen den SV Warsingsfehn II der Sprung in die Endrunde. Die Punkte für Hude holten Tschörtner (3) und Castiglione (2). Severin ging leer aus.
TV Hude IV - TV Dinklage 6:9. Abgesehen vom 8:8 gegen den Letzten TTSC Delmenhorst II kamen die Huder einem Sieg in der Rückrunde noch nie so nah. Gegen Dinklage war das Team um Frontmann Teja Manskopf dicht dran und bewies Moral. Nach einem 1:4 und 3:7 meldeten sich die TVH-Männer zurück. Die Aufholjagd endete jedoch beim 6:8. Das letzte Einzel gab Markus Bantel-Tönjes – er war für Malte Klusewitz dabei – im Duell zweier Ersatzspieler gegen Marvin Bröring ab. Bester Huder war Julian Ewert, der beide Einzel für sich entscheiden konnte.
TSG Hatten-Sandkrug - TTV Cloppenburg 5:9. Ähnlich wie Hude IV enttäuschte auch die TSG nicht. Ohne Hergen Brengelmann fehlte den Hausherren allerdings eine wichtige Stütze, um gegen den Tabellenfünften bestehen zu können. Sandkrugs Routinier Jens Büsselmann agierte in der Mitte stark und blieb im Einzel ungeschlagen. Auf den anderen Positionen hatten überwiegend die Gäste Vorteile.
