Hundsmühlen/Hude - Über den Hundsmühler TV wollte Felix Lingenau noch gar nicht so recht sprechen. „Wir haben vorher noch das gefährliche Spiel in Hittfeld vor der Brust“, sagt der Kapitän des TV Hude. In der Tischtennis-Verbandsliga rückt aus lokaler Sicht der Vergleich zwischen Hundsmühlen und Hude in den Mittelpunkt.

Eintracht Hittfeld - TV Hude (Samstag, 17 Uhr). Den Auftakt in das aus Huder Sicht prall gefüllte Tischtennis-Wochenende macht die Partie beim Tabellenfünften. Der Titelaspirant wird alles daran setzen, einen Ausrutscher zu vermeiden und seine weiße Weste zu wahren. Derzeit ist der TVH mit 8:0 Punkten auf Kurs und buhlt mit dem TSV Lunestedt II (10:0) um den Platz an der Sonne.

„Ich bin schon sehr gespannt auf das Match. Wir kennen Hittfeld gut. Das sind ganz besondere Charaktere, auf die ich mich freue“, sagt Lingenau. Obendrein sei es auch sportlich eine große Herausforderung. „Wenn sie in voller Besetzung spielen, sind sie in der Lage, fast jedes Team in der Liga in Gefahr zu bringen“, warnt der Huder.

Hundsmühler TV - TV Hude (Sonntag, 15 Uhr). Die beiden Landkreis-Flaggschiffe treffen erstmals überhaupt in einem Pflichtspiel aufeinander. Durch den Aufstieg des HTV kommt es jetzt zur Derby-Premiere. „Hude ist eine etablierte Verbands- oder Oberligamannschaft, während wir ein klarer Abstiegskandidat sind“, rückt Hundsmühlens Frontmann Marek Janssen die Verhältnisse ins rechte Licht. Für ihn sei es ein Spiel wie jedes andere: „Für mich ist es kein Derby, weil wir mit Hundsmühlen dem Verband Oldenburg-Stadt angehören und Hude auch schon recht weit entfernt ist.“

Rund 25 Kilometer trennen die beiden Vereine, die zumindest geografisch gesehen innerhalb der Grenzen des Landkreises beheimatet sind. „Die Hundsmühler Akteure kenne ich nicht alle so gut. Ich habe aber vor dem Aufstieg und der hervorragenden Jugendarbeit im Verein großen Respekt“, schickt Lingenau kurz vor dem Duell ein paar Lobeshymnen zum Kreisrivalen.

An den Tischen werden beide Seiten alles daran setzen, sich möglichst gut in Szene zu setzen. „Um überhaupt in die Nähe eines Sieges zu kommen, müssten wir über unser Limit hinaus gehen und Hude dürfte keinen guten Tag haben“, sagt Janssen.

Die Gäste wollen sich vom Außenseiter in der Sporthalle an der Rosenallee auf gar keinen Fall auf dem falschen Fuß erwischen lassen. „Ich glaube schon, dass wir deutlicher Favorit sind“, so Lingenau. „Die Stärke der jungen Hundsmühler Mannschaft kann ich aber nur schwer einschätzen.“ Für den HTV ist es nach einer achtwöchigen „XXL-Pause“ erst das zweite Saisonspiel. Zum Auftakt hatte sich der Neuling beim 6:9 gegen Titelanwärter Lunestedt sehr gut aus der Affäre gezogen.