Hundsmühlen - Welch eine Erlösung im Abstiegskampf: Der Hundsmühler TV hat in der Tischtennis-Verbandsliga Nord der Männer im 13. Anlauf seinen zweiten Saisonsieg unter Dach und Fach gebracht. Bei der TuSG Ritterhude triumphierte der Aufsteiger mit 9:5. Damit keimt wieder Hoffnung auf – der Abstand zum rettenden Ufer beträgt nur noch einen Zähler.

„Obwohl wir den Ausfall von Jürgen Jesse kompensieren mussten, war es eine richtig tolle Mannschaftsleistung“, sagte HTV-Topspieler Marek Janssen nach dem überlebenswichtigen Erfolg beim Tabellensiebten. Mit 5:21 Punkten ist sein Team zwar weiterhin das Liga-Schlusslicht, doch sowohl Eintracht Hittfeld (6:20 Punkte) als auch der ESV Lüneburg (6:18) sind jetzt nur noch einen Wimpernschlag voraus.

Für die Hundsmühler lief es am Samstagnachmittag wie am Schnürchen – ganz besonders auch in den engen Partien: Die Gäste sicherten sich die beiden einzigen Fünfsatzduelle durch René Clauß und André Meyer jeweils mit 11:9. Hinzu kamen eine 2:1-Führung nach den Doppeln und die 4:0-Ausbeute im oberen Paarkreuz von Janssen und dem für Jesse aufgerückten Clauß. Matchwinner war jedoch ein anderer Spieler: André Meyer behielt beim Gesamtstand von 8:5 die Nerven und zwang Stefan Pankow knapp in fünf Durchgängen in die Knie. Der Einzel-Krimi war an Dramatik nicht zu überbieten, Meyer gewann mit 11:9, 10:12, 8:11, 13:11 und 11:9.

„Bärenstark war natürlich das Break in den Doppeln. René und ich haben in den wichtigen Momenten mit sehr viel Selbstbewusstsein gegen Maxime Meger und André Binder gespielt“, erklärte Janssen. „André Meyer war mal wieder unfassbar“, lobte er den Routinier. Meyer machte in seinem ersten Match mit Lars Hausmann kurzen Prozess und hatte schließlich gegen Pankow das glücklichere Händchen. Johannes Siepker setzte sich zudem in der Mitte gegen Sebastian Heimbrock durch.

Der Neuling wittert damit wieder Morgenluft und kann den Verbleib in der Verbandsliga wieder aus eigener Kraft schaffen. Nach einer zweiwöchigen Auszeit greift der HTV am 1. März in eigener Halle gegen den ATSV Habenhausen das nächste Mal zum Schläger.