Hundsmühlen - Kurz vor der Zielgeraden der Hinrunde wurde den hiesigen Tischtennis-Mannschaften in der Herren-Verbandsliga noch einmal alles abverlangt. Beim Hundsmühler TV sitzt der Stachel der Enttäuschung nach der äußerst unglücklichen 7:9-Schlappe gegen die TuSG Ritterhude tief.

„Diese Niederlage ist die bitterste, die ich je erlebt habe. Gut, dass nun Winterpause ist“, gewährte Hundsmühlens Topspieler Marek Janssen Einblick in sein Seelenleben. Der Frustfaktor nach der knappen Pleite ist hoch, denn nach fünf Stunden Spieldauer und einem ausgeglichenen Ballverhältnis von 719:719 Bällen schrammte der Aufsteiger erneut hauchdünn an einem Punktgewinn vorbei. Der Tischtennis-Krimi vom Freitagabend fand erst weit nach 1 Uhr in der Nacht zu Samstag sein dramatisches Ende.

Mit 3:15 Zählern ist das Team zur „Halbzeit“ das Schlusslicht. Glück im Unglück war, dass der Vorletzte ESV Lüneburg (4:14) am Wochenende sein Konto ebenso wenig aufbessern konnte wie Eintracht Hittfeld, das seine Partie in Oldendorf sogar kampflos abgab.

Der HTV lieferte sich mit Ritterhude ein abwechslungsreiches Stelldichein mit vielen engen Duellen. Gleich elf der 16 Spiele wurden erst im Finaldurchgang entschieden. Sieben enge Spiele heimsten die Gäste ein. „Wir haben einfach zu viele Chancen liegen gelassen“, sagte Janssen. Er selbst hielt sich in den Einzeln schadlos, gleiches schaffte Jürgen Jesse. Zwei Schlüsselspiele sahen die rund 30 Zuschauer in der Rosenallee-Halle: Johannes Siepker hatte gegen Lars Hausmann ebenso Matchbälle wie Joris Kasten gegen Daniel Wrieden. Im abschließenden Doppel war die Luft zur Geisterstunde jedoch raus bei den Gastgebern: Janssen und André Meyer waren beim 7:11, 7:11 und 11:13 gegen André Binder und Stefan Pankow platt.

„Die Zahlen sagen eindeutig aus, dass beide Mannschaften mehr als auf Augenhöhe waren. Solche Spiele muss man in der Rückrunde irgendwie gewinnen, wenn wir drin bleiben wollen“, hofft Mannschaftsführer Janssen auf eine erfolgreiche Rückserie.