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NWZonline.de Sport

Hymnen-Eklat schockiert Tennisteam

13.02.2017

Maui Meadows Julia Görges weinte vor Entsetzen, Andrea Petkovic war stinksauer, und Trainerin Barbara Rittner fühlte sich zutiefst verletzt: Ein Hymnen-Eklat hat die Partie der deutschen Fed-Cup-Mannschaft gegen Gastgeber USA auf Hawaii überschattet. „Ich habe mich noch nie in meinem Leben so respektlos behandelt gefühlt. Das war eine absolute Unverschämtheit und Frechheit, das absolut Allerletzte“, schimpfte Petkovic: „Es war das mit Abstand Schlimmste, was mir im Leben, aber speziell im Fed Cup passiert ist.“

Bei der Eröffnungszeremonie hatte der Solist, ein amerikanischer Lehrer, die erste Strophe des Deutschlandliedes („Deutschland, Deutschland über alles“) gesungen. Obwohl der Text bereits 1841 von August Heinrich Hoffmann von Fallersleben geschrieben worden war, stehen die Zeilen für den Größenwahn der Nationalsozialisten. Gesungen wird daher nur noch die dritte Strophe („Einigkeit und Recht und Freiheit“). „Wir haben das Jahr 2017 – dass so etwas in Amerika passiert, darf einfach nicht passieren. Es ist peinlich und spricht für Ignoranz“, meinte Petkovic in politisch ohnehin hochbrisanten Zeiten.

Der US-amerikanische Tennisverband (USTA) zeigte sich peinlich berührt und entschuldigte sich „aufrichtig“ bei der deutschen Mannschaft und deren Fans. „Es war in keiner Weise respektlos gemeint. Dieser Fehler wird sich nicht wiederholen“, hieß es in einer Pressemitteilung.

Verbandspräsidentin Katrina Adams hatte sich bei Rittner sofort persönlich entschuldigt. Adams kündigte eine „lückenlose Aufklärung“ des „schlimmen Vorfalls“ an. Absicht wollte niemand den Gastgebern unterstellen.

Petkovic hatte ihr Einzel unmittelbar nach dem Hymnen-Skandal mit 6:7 (10:12), 2:6 gegen Alison Riske verloren. In der zweiten Partie gab Julia Görges gegen Coco Vandeweghe verletzungsbedingt (Knie) beim Stand von 3:6 und 1:3 auf, so dass das deutsche Team 0:2 zurücklag.

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