Moordorf/Norden - Die Sport- und Gesundheitsgemeinschaft Moordorf hat in Kooperation mit dem Süderneulander Sportverein (SSV) mit fünf Wettkämpferinnen an der Internationalen Deutschen Einzelmeisterschaft im ID-Judo in Hamburg teilgenommen. Und das Fazit kann sich sehen lassen: Die beiden Vereine erreichten mit ihren Athleten fünf Medaillen bei einer Deutschen Meisterschaft.

Neben Anna Goldenstein (Vizeeuropameisterin 2019) und Sonja Cramer (dreimalige deutsche Meisterin) nahmen Hanke Diekmann (SG Moordorf) sowie Leon Bertram und Florian Hartema (SSV) als Neulinge am Turnier teil.

Sonja Cramer war aufgrund einer Verletzung im Trainingsrückstand. Trotzdem zeigte die mehrfache Deutsche Meisterin gute Kämpfe, musste aber dem fehlendem Training Tribut zollen und sich in diesem Turnier mit Bronze zufriedengeben. Einen Tick besser machte es Anna Goldenstein. Sie hatte im Finale ihre bekannte Gegnerin Andrea Kuhne aus dem Landesverband Nordrhein-Westfalen gegen sich. Trotz einer Führung musste Goldenstein 40 Sekunden vor Kampfende den Sieg an Kuhne abgeben. Athletin und Trainer waren sich aber einig: Das Ergebnis, Deutsche Vizemeisterin, ist vollauf in Ordnung. Hanke Diekmann, überzeugte in einer starken Gruppe mit seiner außergewöhnlichen Technik, einer Mischung aus O-soto-gari und Hane-Maki-Komi und erreichte als DM-Debütant den dritten Platz (Bronze).

Soweit die Aktiven der SG Moordorf. Den Ergebnissen wollten die beiden SSV-Teilnehmer in nichts nachstehen. Und so jubelten alle, als Leon Bertram aus Norden als DM-Neuling Deutscher Vizemeister wurde. Er musste sich nur Jason Baumer aus München geschlagen geben. Der zweite SSV-Teilnehmer im Feld, Florian Hartema, hatte mit Abstand die schwerste Gruppe. Trotz allem schaffte er es auf das Treppchen. Bronze für Florian Hartema unter anderem gegen die Topathleten Solomon Schramm (Mühlheim) und Florian Zurimski (Lüneburg).

Die SG- und SSV-Trainer Naim Jahjic und Klaus Ewald und die Landestrainer Svenja Liermann und Daniel Wissel waren natürlich mir den Leistungen der Aktiven hochzufrieden. Die ostfriesischen Vereine konnten nur in Hamburg teilnehmen, weil Sponsoren sie finanziell unterstützt haben. Einhellige Meinung der Ostfriesen in Hamburg: Diese Deutsche Meisterschaft für Judoka mit intellektueller Einschränkung (Intellectual Disability/ID) wurde hervorragend vom Eimsbütteler Turnverein ausgerichtet.