Wildeshausen - Das hätte Wildeshausens Trainer Marcel Bragula in seinen schlimmsten Alpträumen nicht erwartet: Von sechs Begegnungen gewann seine Mannschaft lediglich eine gegen das Schlusslicht aus Berne und verlor alle anderen Begegnungen ohne eigenen Torerfolg. Der Fußball-Kreisligist VfL Wildeshausen II liegt weit hinter den Erwartungen zurück.

Bereits an diesem Freitag (19.30 Uhr) empfängt die Bezirksliga-Reserve den TSV Großenkneten. Ein Sieg wäre gut für die Moral, denn die Truppe liegt momentan nur auf dem drittletzten Tabellenplatz. „Nachdem meine Mannschaft in der letzten Saison eine hervorragende Rückserie gespielt hat, sind wir natürlich über die derzeitige Situation alles andere als erfreut“, äußerte Bragula, der allerdings auch Gründe für den krassen Fehlstart anführt: „Mir fehlt das Gerüst der Mannschaft aus der letzten Saison. Aus beruflichen Gründen kann Abwehrchef Timo Petersen kaum trainieren und verfügt nicht über seine Bestform. Ähnlich verhält es sich bei Philipp Stangneth, der beruflich in Wilhelmshaven tätig ist. Auch Ole Willms, der in Hannover studiert, kann nur unregelmäßig bei der Mannschaft sein“, so der Trainer.

Auch die anhaltende Sturmflaute hat ihre Gründe. Sowohl Kai Schmale als auch Tobias Kern, die in der Vergangenheit schon für viele Treffer gesorgt haben, sind angeschlagen und können ihr Potenzial nicht ausschöpfen.

Dass immer wieder Spieler für die Bezirksligamannschaft des Vereins abgestellt werden müssen, ist für Bragula selbstverständlich, da auch deren Coach Klaus Ebel einige Verletzungssorgen hat. Durchlässigkeit werde eben groß geschrieben. Diese hilft Bragula natürlich auf der anderen Seite, da er bei Engpässen Spieler aus der dritten oder auch vierten Mannschaft einsetzen kann. Dass das zuweilen auf Kosten der Qualität geht, ist klar. „Ich kann nicht wie Atlas Delmenhorst oder TSV Ganderkesee vier oder fünf Ausfälle adäquat kompensieren“, konstatierte der VfL-Trainer.

Trotzdem ist Bragula nicht mutlos, sondern appelliert an seine Mannschaft, nicht aufzugeben und besonders jetzt kämpferische Elemente in die Waagschale zu werfen. „Eigentlich wollen wir immer mitspielen. Das ist uns in letzter Zeit auch nicht zuletzt wegen der Personalsituation nicht so gelungen, wie wir uns das vorgestellt haben. Wir wollen jetzt den Hebel umlegen und uns Punkte erkämpfen“, fordert der Coach der Wildeshauser.

Damit kann seine Mannschaft bereits an diesem Freitagabend in der Begegnung gegen den TSV Großenkneten beginnen. „Ich habe großen Respekt vor den Großenknetern und sie schon zweimal beobachtet. Dabei habe ich die junge Mannschaft sehr spielstark gesehen. Trotzdem werden wir versuchen, das Spiel zu gewinnen“, stellt Bragula abschließend klar.