Thülsfelde - Vor genau zehn Jahren betraten Ruth und Wolfgang Placke absolutes Neuland, als sie im Mai 2005 den Kletterwald-Nord an der Thülsfelder Talsperre eröffneten. Während es in dieser Zeit in Frankreich bereits hunderte Parks gab, war es in Deutschland erst der dritte – und in ganz Norddeutschland einmalig. „Wir hatten gleich nach dem ersten Jahr ein gutes Gefühl“, sagte Wolfgang Placke jetzt im Gespräch mit der NWZ . Das sich der Kletterwald aber so erfolgreich entwickeln würde, damit hätten sie nicht gerechnet. Über 20 000 Besucher kommen Jahr für Jahr in den drei Hektar großen Park. „Alle Altersklassen sind von dem Angebot begeistert“, so Placke.
Geboten werden zehn unterschiedliche Parcours mit insgesamt 166 Kletterelementen wie Netzbrücken, Bohlen, Schaukeln, Seilbahnen, Surfbrettern und Sprungtürmen. Gestartet war das Ehepaar Placke im Jahr 2005 mit vier Parcours und 50 Elementen. Der Abenteuerspielplatz wurde in den vergangenen zehn Jahren also immer weiter ausgebaut. Mit Seilen und Klettergurten sowie Karabinerhaken werden die Teilnehmer doppelt gesichert. So geht es dann von Baum zu Baum. Vor Antritt der Tour bekommt jeder Teilnehmer eine Einweisung durch speziell geschultes Personal, das auch später bei Bedarf helfend eingreifen kann.
An diesem Sonnabend startet der Kletterwald-Nord in die neue Saison. Und auch jetzt gibt es wieder eine neue Attraktion. „Twister“ heißt das neue Angebot. Aus über 15 Metern Höhe geht es im freien Fall in die Tiefe. Auch bei diesem Gerät gelten die höchsten Sicherheitsstandards, sagt Placke. Ohnehin sei das Sicherheitskonzept des Kletterwaldes-Nord nach Aussagen von Placke einmalig in ganz Norddeutschland. Ist man nämlich erst einmal zum Start eines Parcours mit Karabinern gesichert, ist ein versehentliches Aushaken durch das „Clic-it“-System unmöglich. So können sich auch junge Besucher eigenständig und sicher im Kletterwald bewegen.
Neben dem Ehepaar Placke, das auch noch den „Kletterwald Ibbenbühren“ betreibt, sind fünf Mitarbeiter fest im Kletterwald an der Talsperre tätig. Während der Saison kommen dann noch einmal rund 25 Aushilfskräfte dazu.
In nächster Zeit wollen die Betreiber nicht mehr so sehr auf Expansion setzen, sondern auf die qualitative Verbesserung der bestehenden Anlage. Zudem möchte man den gastronomischen Bereich weiter ausbauen.
