Tweelbäke - Hier aufgeregtes Gekreische und Geplansche, dort ein schüchterner Blick und zarte Bewegungen Richtung Nass. Die Verhaltensweisen der Kinder, die zum ersten Mal in den Pool gehen, können ganz unterschiedlich sein. Das wissen Susanne Will und Daniel Burlage. Seit 2009 leiten sie gemeinsam die Eltern-Kind-Schwimmkurse des Oldenburger Turnerbundes (OTB). Jeden Dienstag ab 14.30 Uhr bringen sie bis zu zehn Kinder pro Kurs und Wasser im Schwimmbad der Schule am Borchersweg zusammen.
Doch warum ist es so wichtig schon in jungen Jahren an das Wasser gewöhnt zu werden? „Dass man schwimmen kann wird nicht nur in der Schule erwartet, sondern ist vor allem lebensnotwendig“, sagt Susanne Will. Sie arbeitet bereits seit 25 Jahren beim OTB. „Viele Kinder kommen her und haben erst einmal Angst. Die Eltern wissen oft nicht, dass sie bereits zu Hause auf das Schwimmen vorbereiten können. Das Kind sollte ohne dicke Waschlappenwurst über den Augen abgeduscht werden. Oder es kann auch das Gesicht für einen Moment ins Wasser legen, um sich an das Gefühl zu gewöhnen.“
Vor 34 Jahren begann Will, Kleinkindern das Schwimmen beizubringen. Als ehemalige Leistungsschwimmerin ist sie glücklich darüber, Schwimmfähigkeiten an die Kinder zu vermitteln. „Ein Eltern-Kind-Schwimmkurs festigt die Beziehung zwischeneinander enorm. Allein durch den Hautkontakt entsteht eine intensivere Bindung als beispielsweise beim Turnen“, so Will. Jeden Dienstag startet der Wassergewöhnungskurs um 14.30 Uhr für Zwei- bis Dreijährige mit Eltern. „Hier versuchen wir den Kleinen ein sicheres Gefühl im neuen Element zu geben und ihnen beizubringen, wie sie mit Wasser umgehen. Sie lernen das Gleiten und wie man Dinge bewegt,“ sagt Daniel Burlage. Um 15 Uhr beginnt der Wassergewöhnungskurs für Drei- bis Vierjährige und von 15.30 bis 17.30 Uhr geht es weiter mit Kinderschwimmkursen ohne Eltern für Fünf- bis Sechsjährige.
„Pflichtprogramm ist hier, Kinder auf den Notfall vorzubreiten. Am Ende bringen sie alle einen Schlafanzug mit und springen bekleidet ins Wasser. So lernen sie, wie es ist mit Kleidung nass zu werden und wir können auf diese Weise Panik vorbeugen und etwas auf den Ernstfall vorbereiten,“ erklärt Susanne Will. „Wir freuen uns über alle Interessierten.“
