IMOLA/LOHNE - IMOLA/LOHNE/SR - Mit hohen Zielen geht das Team von tolimit motorsport ins Rennwochenende in Imola. Beim Porsche Michelin Supercup wollen die Lohner mit einem Fahrer auf dem Podest landen. In der GP 2-Serie strebt der Wahl-Dinklager Timo Glock einen Platz unter den ersten Fünf an.

Porsche Michelin Supercup: Trotz des starken Teilnehmerfeldes, das in Imola noch um Gastfahrer Luca Riccitelli ergänzt wird, „ist ein Platz auf dem Podest unser erklärtes Ziel“, sagt Teammanager Jörg Michaelis. Ähnlich wie bei der Saisonpremiere in Bahrain kommen acht bis zehn Fahrer für die vorderen Plätze in Frage. Neben Luca Riccitelli rechnet Teamkoordinator Stefan Fischer vor allem mit Uwe Alzen, David Salenz und Patrick Huesmann.

Fischer: „Was für Christian Menzel der Nürburgring, ist für Luca Riccitelli Imola.“ Dort fahre er beinahe täglich als Fahrinstrukteur für Porsche. Schon 2005 war Riccitelli in Imola als Gastfahrer dabei und feierte seinen zweiten Sieg im Porsche Michelin Supercup. „Aber wir haben in den vergangenen Wochen viel getestet und sind gewappnet“, glaubt Michaelis.

Wollen die Fahrer Richard Lietz und Christian Menzel vorn landen, müsse das tolimit-Team von der ersten Trainingsminute an konzentriert sein. Schon der kleinste Fehler im Qualifying könne einen hinteren Startplatz bedeuten. Aber „die Jungs sind hochmotiviert“, so Jörg Michaelis.

Premiere zeigt das Rennen am Sonntag ab 11.25 Uhr live.

GP 2-Serie: „Wir haben nach dem Rennen in Valencia eine Menge getestet und das Rennen bis ins Detail analysiert“, blickt Timo Glock auf seine GP 2-Premiere zurück. „Ich glaube, wir sind auf einem guten Weg.“ Jetzt in Imola will Glock sich im Qualifying verbessern und im Rennen unter die besten Zehn kommen, möglichst sogar unter die ersten Fünf.

„Das Potenzial ist da, aber das Feld ist verdammt ausgeglichen“, so Glock vor dem zweiten Saisonrennen, das im Rahmenprogramm des Formel-1-Grand-Prix läuft.

Acht bis zwölf Fahrer werden nach Einschätzung des Wahl-Dinklagers in Italien um die Plätze auf dem Podest mitfahren. Zu dieser Gruppe will auch Glock in seinem roten Renner der spanischen Mannschaft „BCN Competicion“ zählen. Beim zweiten Rennen in Valencia war er bereits auf den achten Rang vorgeprescht, ohne allerdings die ersten Punkte einzufahren. Die Konkurrenz sei ziemlich eng: „So hart hatte ich es mir nicht vorgestellt.“

Schwierig war für den tolimit-Piloten die Umstellung von der amerikanischen Champ-Car-Serie auf den GP 2-Renner. „Da die Champ Cars häufig auf engen Stadtkursen fahren, kommt in der GP 2-Serie nicht zuletzt die Aerodynamik besser zum Tragen. Die Autos sind näher dran an der Formel 1, da musste ich meinen Fahrstil schon etwas umstellen.“

Premiere überträgt das erste GP 2-Rennen am Sonnabend ab 15.55 Uhr, das Sprintrennen am Sonntag, ab 9.55 Uhr. Der digitale Fernsehsender Eurosport 2 sendet am Sonnabend ab 17 Uhr eine Zusammenfassung und überträgt am morgigen Sonntag ab 16 Uhr.